Kraft der Sonne: Transparente Wärmedämmtechnik
(Bilder: Fachverband Transparente Wärmedämmung) Auch wenn man bei den jetzigen sommerlichen Temperaturen wohl weniger ans Heizen denkt, so ist trotzdem klar, der nächste Winter kommt bestimmt. Sonnenenergie kann das ganze Jahr über nutzen. Wie der Fachverband Transparente Wärmedämmung e.V. berichtet beginnt sich die transparente Wärmedämmtechnik namens “Solare Wandheizung” langsam zu etablieren. Was angesichts der stetig steigenden Energiekosten nicht weiter verwunderlich ist. Doch was ist eigentlich eine transparente Wärmedämmung?
Während klassischer Weise Materialien wie Mineralwolle und Zellulose zur Wärmedämmung eingesetzt werden, handelt es sich hingegen bei der solaren Wandheizung um eine moderne wirtschaftliche Ergänzung in der Fassade. Um den Heizbedarf eines Gebäudes erheblich zu senken, genügen bereits wenige Quadratmeter. Wie Dr. Werner Platzer, Geschäftsführer des Fachverbands Transparente Wärmedämmung, erklärt, ließen sich bei den derzeitigen Energiepreisen die Anschaffungskosten schon innerhalb weniger Jahre amortisieren. Danach spart man dann erst richtig Geld.
Der Natur abgeschaut
Ähnlich wie Eisbären, die zur Körpererwärmung Sonnenlicht durch ihre Pelzhaare leiten, gibt es auch bei der solaren Wandheizung lichtleitende Elemente, welche die Sonnenstrahlen auf eine schwarze Absorberschicht führen. Auf diese Weise kann man im Winter Wärme in die Wohnung bringen und gleichzeitig wirkt das Ganze auch als Wärmedämmung. Durch die vom Stand der Sonne abhängige Wirkung wird im Sommer ein Wärmeeintrag vermindert. Angebracht wird die solare Wandheizung an der Fassade. So bleibt das Dach frei für eine Photovoltaik- und/oder Solarthermie-Anlage. Verwenden lässt sich die innovative Technologie für Neubauten ebenso wie zur Sanierung von bereits bestehenden Gebäuden.
Baufachleute und Bauherren können sich beim Fachverband Transparente Wärmedämmung e.V. herstellerneutral über drei Solarsysteme, welche unter dem Begriff “Solare Umweltwand” zusammengefasst sind, informieren und zwar unter www.umwelt-wand.de.
Förderung
Bund, Länder und Gemeinden fördern energieeffizientes Bauen. Darunter fällt auch der Einsatz von Solarenergie. Für den Neubau und noch häufiger für energetische Sanierungen können Bauherren Zuschüsse oder günstige Kredite beantragen. Beim Bankgespräch sollte man nach den günstigen Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), wie zum Beispiel dem CO2-Minderungsprogramm, fragen. Weitere Informationen dazu sowie diverse Fördermittel-Führer findet man im Internet etwa beim Deutschen Energieberatungsnetzwerk oder über die Fördermitteldatenbank der Energieagentur Rhein-Main.