Rittersporn: Mannshohe Blütenähren im Staudengarten

pixelio.de / Ernst Rose(Bild: pixelio.de / Ernst Rose) Im sommerlichen Staudengarten sollte – egal ob blau, weiß, rosa oder violett – der Rittersporn (Delphinium) nicht fehlen. Rittersporn gehört zu den Hahnenfußgewächsen und ist somit mit der allseits bekannten gelben Butterblume verwandt. Zu seinem Namen kam der Ritttersporn wegen der Form seiner hintersten Blütenhüllblätter, welche in einem lang gezogenen Sporn enden. Sehr viele der weltweit rund 400 Arten der Gattung Delphinum kommen aus den gemäßigten Breiten der Nordhalbkugel. Die Gartensorten stammen vom Hohen Rittersporn (Delphinum elatum) der Alpen und des Appenins ab.

Den Bienen und Hummeln zuliebe empfiehlt es sich immer ungefüllte Sorten zu wählen. Bei vielen der üppig blühenden Sommerstauden handelt es sich um Hybriden. Diese lassen sich im Wesentlichen in drei Gruppen unterteilen. Zu den Abkömmlingen des Hohen Rittersporns zählen die wenig verzweigten und bis zu zwei Meter hoch werdenden “Elatum-Hybriden”. Nicht ganz so hoch wachsen dagegen die “Pacific-Hybriden” von denen es viele gefüllte gibt und die deshalb für Bienen und Hummeln uninteressant sind. In puncto Blühfreudigkeit unterscheiden sich die zahlreichen ungefüllten Sorten allerdings kaum von den gefüllten. Naturfreunde entscheiden sich also eher für die bienenfreundlichen Sorten. Mittelhoch sowie stärker verzweigt zeigen sich die “Belladonna-Hybriden”.

Rittersporn bevorzugt einen leicht feuchten, humus- und nährstoffreichen Standort, welcher nicht zu heiß sein sollte. Der Fuß der prächtigen Staude kann auch gerne beschattet sein. Damit man nach einem stürmischen Sommergewitter sich immer noch an dem Blühwunder erfreuen kann empfiehlt es sich Rittersporn entweder an windgeschützte Plätze wie Mauern oder Zäune zu pflanzen oder sie anzubinden. Nach der Blüte schneidet man Rittersporne soweit ab, dass die Stängel nur noch etwa zehn Zentimeter aus dem Boden schauen. Sollte die Blühfreudigkeit im Laufe der Jahre nachlassen, dann ist es an der Zeit den Wurzelballen zu Teilen zum Beispiel mit einer Grabgabel. So kann man die Staude verjüngen. Da Rittersporne Flachwurzler sind sollte der Wurzelstock besser erhöht als zu tief eingegraben werden. Um die Blühfreudigkeit zu fördern hilft eine Düngung mit Kompost am Anfang der Vegetationsperiode beziehungsweise anlässlich der Verjüngung.

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