Raubmilben helfen gegen Obstschädlinge

Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW(Bilder: Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW) Die Rote Spinne befällt fast alle Obstarten und hinterlässt schwere Schäden. Diese Spinnmilbe führt je nach Befallsstärke dazu, dass das Laub sehr schnell seine grüne Farbe verliert und braungrau wird. Auf der Blattoberseite sind gelbliche, punktförmige Aufhellungen zu sehen und die gelblichen oder roten Milbenlarven befinden sich auf der Blattunterseite. Das Sommergelege der Roten Spinne weist die gleichen Farbtöne auf. Geht man nicht gegen den Schädling vor, dann reifen aufgrund des vorzeitig einsetzenden Laubfalls die Früchte nicht aus, obwohl diese eigentlich gar nicht befallen sind. Die Insektenspezialisten der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW empfehlen mit Hilfe von Raubmilben gegen diese Obstschädlinge vorzugehen.

Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACWUm der massenhafte Vermehrung von Spinnmilben wie der Roten Spinne (Panonychus ulmi)  Einhalt zu gebieten können, sind neben dem Einsatz von Raubmilben auch weitere Faktoren hilfreich sein. Da Spinnmilben (Typhloromus pyri) es gerne warm und trocken haben, kann man mit einer Dusche den unerwünschten Plagegeistern zu Leibe rücken. Bei der Auswahl der Sorten sollte man sich für wenig anfällige entscheiden. In der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW wurde beobachtet, dass durch eine hohe Raubmilbenpräsenz die Spinnmilbenpopulation tief gehalten werden kann. So lässt sich gleichsam die Anzahl der Pflanzenschutzmittel-Behandlungen reduzieren. Wichtig für diese umweltschonende sowie Zeit und Kostensparende Behandlung ist die Schonung, Förderung und das Freisetzten von Raubmilben. Außerdem sollten nur raubmilbenschonende Pflanzenschutzmittel verwendet werden. Zur Unterstützung - aber nur zurückhaltend - können auch Mittel gegen Spinnmilben eingesetzt werden. Weiterhin sollte auch die Schadschwellen beim Raubmilbenbesatz berücksichtigt werden. Ferner ist auch etwas Geduld gefordert, weil Raubmilben keine Sofortwirkung haben. Und natürlich sollte man auf eine mögliche Resistenzsituation beziehungsweise Unwirksamkeit, wie zum Beispiel bei Zimmerpflanzen, sowie den optimalen Einsatzzeitpunkt achten.

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