Schütz vor eisigem Wind: Haushohe Hecke

pixelio.de / Steffen Heinz(Bild: pixelio.de / Steffen Heinz) Lange dauert es nun nicht mehr und die ersten Herbststürme rütteln am Haus und es weht ein eisiger Wind. Gut wer in einer Windgeschützen Tallage wohnt. Doch man kann den Wind auch anders vom Haus fernhalten. In einigen Dörfern der Eifel gehören sie zum gewohnten Ortsbild, die haushohen Hecken, meist aus Rotbuchen (Fagus sylvatica). Im Monschauer Heckenland durchziehen haushohe Hecken auch die Flur. Diese ehemaligen Schutzwälle vor Vieh sind vor allem bei Eicherscheid noch recht gut erhalten. Und in dem ehemaligen Bundesgolddorf Höfen verstecken sich Gehöfte hinter besonders schönen Windschutzhecken, die regelrecht zur Zierform weiterentwickelt worden sind.

In Eicherscheid wurden diese ökologischen Windmauern angelegt, damit man die Häuser vor den kühlen Westwinden schützen konnte. Aber auch in der heutigen Zeit, in der Isolierung und Doppelverglasung zum üblichen Neubaustandard geworden sind, machen die haushohen Schutzhecken trotzdem noch Sinn. Bis zu acht Meter hoch werden dort die Schutzhecken.  Im Monschauer Land sind die Hecken seit dem Ende des 17. Jahrhunderts urkundlich nachweisbar.

Schutz zu allen Jahreszeiten

Das ganze Jahr über bieten die Buchenhochhecken Schutz vor verschiedenen Wetterlagen. Während im Sommer die grünen Wände Schatten spenden, behalten die Buchenhecken während der kalten Jahreszeit ihre verdorrten, rostfarbenen Blätter und halten somit den Wind fern. Erst im Frühjahr wird das Laub abgeworfen.

Gut gepflegt

Als Zeitpunkt um den jährlichen Zuwachs zu beseitigen eignet sich der August, weil dann die zweite Vogelbrut vorbei ist und die Jungvögel bereits flügge geworden sind. Ob man dies mit Hilfe einer Leiter oder eines Gabelstaplers, einer mechanischen oder elektrischen Heckenschere erledigt bleibt dem Gärtner überlassen, wichtig ist nur, dass die Hecke gepflegt wird. Für diejenigen, die in einer Höhe zwischen sechs bis acht Meter sich um die Pflege der Hausschutzhecken kümmern, wird vorausgesetzt, dass sie schwindelfrei sind und das Gleichgewicht halten können.

Weitere Pflegetipps

Damit die Schutzhecke gut gedeihen kann sind neben der Pflege noch weitere Faktoren wichtig  die beachtet werden sollten. Wer Kühe oder Pferde hält, sollte seine Buchenhecke mit Hilfe eines Zauns vor Verbiss schützen. Denn diese Tiere nehmen das Buchenlaub gerne als Beikost zu Gras zu sich, wodurch die Hecke jedoch zerstört werden kann. Neuanpflanzungen sollte man im Herbst oder Frühjahr ein- oder zweireihig durchführen. Ab dem dritten Jahr an kann man die Zweige ohne weitere Hilfsmittel miteinander verflechten. Und am dem sechsten Jahr ist es wichtig die Hecke regelmäßig zu beschneiden. Eine etwa sechs Meter hohe Buchenhecke sollte siebzig Zentimeter oder ein Meter Breite an der Basis aufweisen. Gute Hecken haben eine leicht konische Form, das heißt sie verjüngen sich nach oben hin ein wenig. Weitere Informationen zum Anlegen von Hecken finden sich unter Hausgarten.net hier.

Lebensraum für Kleinsttiere

Vor dem Winter sollte die Hecke regelmäßig auf Totholz hin überprüft werden. Da dieses jedoch oftmals Lebensraum für Käfer und anderen Insekten bieten sollte man es jedoch nicht gleich entfernen. Tote Stämme die rund zwei Jahre stehen und langsam morsch werden kann man dann vor dem Winter entfernen.

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