Holzschindeln als ökologische Fassadenelemente
(Foto: Holzabsatzfonds) Mit Holzschindeln kann man einem alten Haus ein neues Gesicht geben. Das Ergebnis ist eine natürliche, ansprechende und ökologische Ausstrahlung. Früher fanden Holzschindeln als Material zum Dachdecken Verwendung. Im Laufe der Jahrhunderte eroberte das traditionelle Bauprodukt vor allem in Süddeutschland die Fassaden, man denke nur an Häuser im Alpenländischen Stil. Aktuell feiern die kleinen Plättchen aus Holz ein Comeback.
Diese ökologische Fassadengestaltung schirmt das Haus gegen Wind und Wetter ab und bietet somit auch energetische Vorteile für das Gebäude. Und damit nach einem Regen die Holzschindeln zügig abtrocknen können werden sie als hinterlüftete Fassade hergestellt. Kombinieren lässt sich die Holzfassade mit modernen Dämmstoffen wie beispielsweise Holzfaserdämmplatten. Von Vorteil ist, dass sich eine neue Holzfassade recht unproblematisch auf die bestehende Ziegel- oder Putzfassade montieren lässt. In Form und Ästhetik lassen sich Holzfassaden individuell an die Ansprüche oder Wünsche der Baufamilie anpassen. Der natürliche Bau- und Werkstoff erreicht je nach Untergliederung der Schindeln einen traditionellen oder auch modernen Charakter.
Typische Holzarten in der Fassadengestaltung sind Lärche und Douglasie, weil diese sehr robust sind und selbst unbehandelt verwendet werden können. Um einer dauerhaften Feuchteeinwirkung und Verschmutzung vorzubeugen sollte zum Erdreich genügend Abstand gehalten werden. Fichte und Tanne eignen sich für Holzfassaden, die einen bunten Farbanstrich erhalten sollen, wie zum Beispiel bei den leuchtend roten oder strahlend blauen Schwedenhäusern. Bis zu zehn Jahre betragen bei modernen, deckenden Anstrichsystemen im Zusammenhang mit ausreichenden Dachüberständen die Abstände für die Instandhaltung. So gut wie wartungsfrei sind unbeschichtete Fassaden aus geeigneten Materialien. Ganz gleich ob behandelt oder nicht, eine Holzfassade verleiht jedem Haus einen individuellen Charme und setzt außerdem noch ein Zeichen für nachhaltiges Bauen.