(Bild: pixelio.de / Rainer Sturm) Oftmals werden Fertighäuser als Ausbauhäuser angeboten, bei denen die Baufamilie – meist um Budget zu sparen – noch selbst Hand anlegen kann. In den Zeiten steigender Energiekosten gehört die Dämmung des Daches zu den wichtigen Arbeiten beim Hausbau oder der Renovierung. Insbesondere dann, wenn man den Platz unter dem Dach nachträglich als Wohnraum ausbauen möchte, kommt man um eine Dämmung direkt unter den Dachplatten (Untersparrendämmung) nicht herum. Wichtig ist, dass sich die Dachhaut in einem einwandfreien Zustand befindet, damit die Dämmschicht nicht durchfeuchtet werden kann und somit ihre dämmende Wirkung verliert.
Während die Errichtung des Dachstuhls sowie auch das Dachdecken von Fachleuten durchgeführt werden soll, können handwerklich begabte Bauherren die Wärmedämmung selbst übernehmen. Als Materialien werden am häufigsten Mineralwolle und Klemmfilz verarbeitet. Ausschlaggebend sowohl für die bauphysikalische Funktion als auch für die Lebensdauer des Daches ist die Qualität der Dampfbremse. Hierbei sollte man nicht zu knauserig sein, um sich späteren ƒrger durch eventuell auftretende Schäden zu ersparen.
Zum Schneiden der Bahnen benötigt man ein scharfes Messer, einen Zollstock, ein Holzbrett als Schneideunterlage sowie eine hölzerne oder metallische Schneideschiene. Verwendet man Mineralwolle mit einer aufkaschierten Alufolie, dann werden an den Sparren die überstehenden Randleisten befestigt. Klemmfilz wird raumseitig mit einer Dampfbremsfolie vor der Raumfeuchtigkeit geschützt. Die Dampfbremse fixiert man etwa alle zehn Zentimeter an den Sparren zum Beispiel mit einem Elektro-Tacker. Gut ist es, wenn man die Schlagkraft des Tackers regulieren kann, um zu verhindern dass die Klammern weiches Material durchschlagen.
Auch wenn die Fasern von mineralischen Dämmstoffen im Gegensatz zu Asbest nicht als gesundheitsschädlich gelten, sollte man sich bei der Arbeit trotzdem mit einer Maske vor dem Einatmen der kleinen Staubpartikeln schützen.

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