(Bild: pixelio.de / Anne Wurster) Die in einer stacheligen Hülle verpackten Esskastanien haben jetzt Hochsaison. Für mich persönlich gehört der Genuss der gerösteten süßlich schmeckenden Früchte der Edelkastanie – also der Maronen – zum Weihnachtsmarktbesuch wie für andere Menschen vielleicht das obligatorische Glas Glühwein. Edelkastanien, die im Dialekt auch als Keschde bezeichnet werden, kann man – sofern man in einem milden Klima wohnt – auch im eigenen Garten anbauen. Achtung: Bei Temperaturen unterhalb von minus 15 Grad Celsius erfrieren die Esskastanien.
Vor allem junge Bäume sollte man im Wurzelbereich mit einer Mulchdecke und zusätzlich mit einem Stammschutz aus Bast oder Sackleinen vor Kälte schützen. Als Standort eignet sich ein sonniger Platz mit durchlässigem, humosem und feuchtem Boden. Die Erde dort sollte keinesfalls zu kalkhaltig sein.
Der sommergrüne Baum gehört zur Familie der Buchengewächse (Fagaceae) und ist in Süd- und Westeuropa aufgrund seiner Früchte und wegen seines Holzes geschätzt.
Während die aus Sämlingen gezogenen Pflanzen erst nach vielen Jahren fruchten, jedoch dafür eine Höhe von bis zu 30 Meter erreichen, tragen veredelte Kastanien deutlich früher Früchte und werden nur rund sechs bis acht Meter hoch. Sie sind also ideal für den Hausgarten. Weil Edelkastanien (Castanea sutiva) nicht selbstfruchtbar sind sollte man in dem Fall, wenn keine anderen Bäume in der Umgebung sind, am besten zwei unterschiedliche Sorten pflanzen. Damit man noch vor dem Winter ernten kann sollte man sich für frühe Sorten entscheiden. Beispielsweise werden “Bouche des Betizac” und “Brunella” rund acht Meter hoch und bringen schon ab dem zweiten Jahr die leckeren Maronen hervor.
Eine paar Links zu Kastanienfesten und Kastanienmärkten findet sich auf der Website der Interessengemeinschaft Edelkastanie unter www.ig-edelkastanie.de/links.php.
Weiterführende Links:
- Rittersporn: Mannshohe Blütenähren im Staudengarten
- Der Tipp für Ungeduldige: Fertighecken
- Schütz vor eisigem Wind: Haushohe Hecke
- Pflanze des Monats Juni: Der Riesen-Bambus
- Sommerblühende Blumenzwiebeln noch bis Ende Mai pflanzen
- Gut Kirschen essen – Teil 1: Runter vom Baum
- Sind die Äpfel schon reif?
