(Bild: WZF/Schanz) Frei lebende Vögel benötigen eine artgerechte Zufütterung, darauf weist der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) hin. Aufgrund veränderter Umweltbedingungen sind Wildvögel nämlich bei der Auswahl ihrer Nistmöglichkeiten und Nahrungsquellen zunehmend eingeschränkt. Damit sowohl Körner- als auch Weichfresser auf ihre Kosten kommen, sollte man dies beim Futterangebot berücksichtigen. Denn wenn man nur Futter für eine dieser beiden Gruppen anbietet, wie ZZF-Präsident Klaus Oechsner erklärt, dann wird diese dadurch gefördert und somit das natürliche Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Arten verschoben.
Futter mit Fettbestandteilen sowie Trockenobst und Insekten locken Weichfresser wie Amsel, Rotkehlchen und Zaunkönig an. Körnerfresser, zu denen beispielsweise Buchfinken, Sperlinge und Gimpel gehören, haben dank ihrer breiten und kräftigen Schnäbel keine Probleme mit dem Knacken dicker Schalen. Im Fachhandel werden verschiedene Futtersorten angeboten, die gleichzeitig verfüttert werden können. Im so genannten Vierjahreszeiten-Mix sind Eiweiße, Fette sowie Kohlenhydrate enthalten.
Vor einiger Zeit wurden in einigen Rohstoffen, welche der Verarbeitung zu Wildvogelfutter dienen, Ambrosia-Samen gefunden. Diese Pflanze selbst ist zwar ungiftig, allerdings können Ambrosia-Blütenpollen der Auslöser für Allergien beim Menschen sein. Deshalb haben Hersteller von Wildvogelfutter der deutschen Heimtierbranche reagiert und unterziehen die gefährdeten Rohstoffe regelmäßigen Tests. Wie der ZZF-Präsident erläutert, wurden außerdem weitere freiwillige Reinigungstufen eingeführt, so dass man aus dem Wildvogelfutter Ambrosia-Samen herausfiltern kann.
Um noch sicherer zu sein, dass der Tisch nicht mit Ambrosia-Samen gedeckt wird, verwendet man am besten Saatgut aus heimischer Produktion und verlagert den Futterplatz auf den Balkon oder die Terrasse. Sollte trotz aller Vorsichtsmaßnahmen trotzdem das Unkraut im Garten aufgehen, dann reißt man die Pflanze vor der Blüte mitsamt der Wurzel aus und entsorgt sie im Haus- und nicht im Biomüll. Mehr Informationen zu Ambrosia gibt es unter www.ambrosia.de.
Bei der Zufütterung der Gartenvögel sollte man sich am Bedarf der Tiere orientieren. Das heißt, wenn die Natur reichhaltig Nahrung bereithält, dann sollte man nicht füttern. Hingegen wenn die Nahrungsquellen in der Natur rar werden, dann kann es sein, dass man so manche Futterstelle täglich neu bestücken muss. Außerdem sollte man auch auf Sauberkeit achten, um zu verhindern, dass sich durch Kot und verdorbenes Futter Krankheiten ausbreiten. Deshalb haben sich Futterspender bewährt. Dann darin ist das Futter geschützt vor Nässe und Verunreinigungen. Die Futterplätze sollen wind- und wetterfest und so hoch angebracht werden, dass sie nicht von Katzen erreicht werden können.
Weitere Informationen bezüglich Vogelhaus und Vogelfutter gibt es unter
www.nistkastenprofi.de/vogelhaus
www.nistkastenprofi.de/vogelfutter

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