Schalldämmwert von Trennwänden
(Bild: pixelio.de / knipseline) Wenn man es sich Zuhause so richtig gemütlich gemacht hat und dann die aus der Nachbarwohnung dringenden Geräusche die Entspannung zunichte machen, dann ist das überaus ärgerlich. Bau-Akustiker der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) haben in der Schalldämmwertprüfung Schwachstellen entdeckt. Damit die Bewohner von Mehrfamilienhäusern sich vor allzu lauten Geräuschen aus den Nachbarwohnungen schützen können, sind Trennwände mit einem guten Schalldämmmaß wichtig.
Gemäß Bauordnungsrecht müssen bei Trennwänden zwischen den einzelnen Wohnungen in einem Mehrparteienhaus mindestes 53 Dezibel (dB) eingehalten werden. Dagegen reichen innerhalb der eigenen vier Wände 40 dB oftmals aus. Und da sich Schall nicht linear, sondern logarithmisch ausbreitet werden schon zehn dB weniger als eine Halbierung des Schalls empfunden. Wie bei einer Untersuchung durch die PTB festgestellt wurde, wurde bislang ein Faktor bei der Überprüfung von Trennwänden vernachlässigt, nämlich der Schallrückfluss aus den angrenzenden Wänden. In verkleinerten Modellen konnte aufgezeigt werden, dass durch diesen Schallrückfluss die Dämmwirkung einer Wand um mehrere Dezibel beeinträchtigt werden kann.
Trennwand-Hersteller überprüfen den Schalldämmwert ihrer Produkte genau wie auch die PTB. Die Prüfstände setzen sich zusammen aus zwei durch die Trennwand geteilte Räume, also einen Sende- und einen Empfangsraum.