(Bild: Schonschek) Die Strelitzia reginae, die im deutschen Paradiesvogelblume oder auch Papageienblume genannt wird, bringt durch ihr exotisches Aussehen richtige Urlaubsstimmung in die eigenen vier Wände oder auch in den Garten. Allein beim Anblick der blau/orangefarbene Blüten, die mit dem Hochblatt wie ein Vogelkopf aussieht, woher sich auch die Beschreibungen ableiten, bekommen nicht wenige Menschen Fernweh.
Vor allem wer schon einen Urlaub auf den Kanarischen Inseln verbracht hat, assoziiert diese exotische Schönheit immer mit Urlaubsgefühlen. Denn dort werden den Touristen in vielen Hotels die, feinsäuberlich für den Flug verpackten, Blumen zum mit nach Hause nehmen angeboten. Die Strelitzie reginae hat etwa 40 bis 50 Zentimeter lange, schmale und dunkelgrüne Blätter, die aufrecht an den langen Stielen in die Höhe ragen. Im Sommer und im Herbst bringt die tropische Pflanze eine bis zu 20 Zentimeter lange Blüte hervor, deren äußere wie innere Blütenblätter orangefarben sind, wobei eines der inneren Blütenblätter hellblau ist. Dieses Blütenblatt wird Labellum genannt es umhüllt die Staubblätter und den Griffel. Zwei von den inneren Blütenblättern sind schuppenförmig entwickelt und überdecken die Nektarien. Die Pflanzen werden ausschließlich durch Vögel bestäubt. Die Strelitzia reginae gehört zu den Bananengewächsen (Musaceae) und stammt ursprünglich aus Südafrika.
In unseren Breitengraden sollte die Exotin im Sommer an einen sonnigen und warmen Standort gestellt werden. Während dieser Jahreszeit ist ihr Wasserbedarf recht hoch, da mit der Anzahl der Blätter auch mehr Feuchtigkeit absorbiert wird. Staunässe sollte allerdings vermieden werden. Im Winter ist ein hellen Platz bei einer Temperatur zwischen 10 bis 12 Grad gestellt empfehlenswert. Wer über keinen Raum mit solchen Bedingungen verfügt, kann die Papageienblume im Winter aber auch ins warme Wohnzimmer stellen. Dort sollte die Pflanze dann aber möglichst viel Licht abbekommen, denn es gilt die Regel je wärmer desto heller. Im Winter benötigt die Strelitzie weitaus weniger Wasser, die Erde sollte dann recht trocken gehalten werden.
Doch wie kam die Königin-Strelitzie eigentlich an ihren Namen? Sir Joseph Banks, Leiter der Royal Botanical Gardens in Kew bei London schickte während der Zeit der Entdeckungen so genannte Pflanzenjäger aus. Im Jahr 1773 erhielt der Naturwissenschaftler von dem Schotten Francis Masson, per Schiff aus Südafrika, die bis dahin in Europa noch nicht bekannte Pflanze. Banks benannte die farbenprächtige und exotische Schönheit nach der botanisch überaus interessierten Prinzessin Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz, der Frau des zur damaligen Zeit regierenden englischen Königs Georg III. Kurz vor ihrem Tod schickte Sophie Charlotte eine Staude an ihre Familie in Neustrelitz. Und so blühte in der Orangerie des Schlosses Neustrelitz vermutlich erstmals 1822 die Paradiesvogelblume auf deutschem Boden.








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