(Bild: pixelio.de / A. Kern) Selbst Menschen die sich eigentlich so gar nicht für Pflanzen interessieren sind ihm mit Sicherheit schon über den Weg gelaufen, dem Spitzwegerich (Plantago lanceolata). Die unscheinbare Pflanze mit ihren lanzenförmigen Blättern wächst nämlich meist auf Wiesen und Wegrändern. Sie gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). Der zur Unterabteilung der Bedecktsamer (Angiospermae) zählende Spitzwegerich wird auch bezeichnet als Heilwegerich oder Wundwegerich. Schließlich werden der Pflanze zahlreiche Heilwirkungen vor allem bei Husten sowie gute Fähigkeiten bei der Wundheilung zugeschrieben. Und mal ehrlich wer hustet denn nicht in diesen Tagen? Grund genug also das unscheinbare Pflänzchen einmal genauer zu betrachten.
Im Gegensatz zu vielen anderen Blüten, welche oftmals durch kräftige leuchtende Farben auffallen, hält sich der Spitzwegerich eher im Verborgenen. Im Frühling treiben aus der ausdauernden Wurzel die langen spitz zu laufenden fünf ädrigen Blätter direkt nach oben. Etwa im Mai folgt dann der kantige Stengel, welcher aufrecht und ohne Verzweigungen in die Höhe sprießt. An der Spitze dieses Stiels erscheint eine ährenförmige Blüte. Daraus entwickeln sich später die Fruchtkapseln welche jeweils zwei Samen enthalten. Meist erfolgt die Bestäubung der Blüten durch den Wind. Zwischen April und Oktober blüht der Spitzwegerich. Verwendet werden bei dieser Heilpflanze die Blätter, die Wurzeln sowie auch die Samen.
Sammelleidenschaft
Wer selbst seinen eigenen Hustentee oder -sirup aus Spitzwegerich herstellen möchte, sollte zum sich Sammeln der Blätter am besten eine Stelle suchen, welche nicht an einer besonders verkehrsreichen Straße liegt. Ratsam ist es bei sehr trockener Witterung Spitzwegerichblätter zu sammeln. Außerdem sollte man seine “Sammelleidenschaft” in Grenzen halten, um zu verhindern dass der Pflanzenbestand darunter leidet. Weil es wichtig ist, dass die Blätter zügig trocknen, fädelt man diese auf eine dünne Schnur und hängt sie an einer luftigen Stelle auf. Blätter, die wegen eines zu langen Trockenvorgangs schwarze Flecken bekommen haben, sind leider unbrauchbar.

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