Garten

Vorbeugende Maßnahmen gegen Schneckenplage

Photocase(Bilder: Photocase) Jeder Gärtner ärgert sich über die gefräßigen und wenig hübsch aussehenden Nacktschnecken, die Unheil an Blumen, Salat und anderen Pflanzen anrichten. Eigentlich sind Nacktschnecken eher als Bodentiere bekannt. Doch um an besonders schmackhafte Leckerbissen zu gelangen kriechen die Schädlinge auch an den Pflanzen hoch. Es gibt einige Ratschläge von Pflanzenschutzexperten, wie man dem Schneckenbefall vorbeugen kann oder, wenn die Schädlinge schon da sind, wie diese dezimiert werden können.

Um einer möglichen Schneckenplage vorzubeugen sollte, wenn möglich abends nicht gegossen sowie die Pflanzen keiner regelmäßigen Berieselung ausgesetzt werden. Denn Trockenheit ist der natürliche Feind der schleimigen Gesellen. Weiterhin sollte für eine gute Bodenlockerung gesorgt und am besten nur im Sommer mit trockenem Laub, Stroh oder Holzschnitzeln gemulcht werden. Auch eine sorgfältige Unkrautbekämpfung kann sich vorbeugend gegen Schneckenbefall auswirken. Der Einbau von Schneckenzäunen, bei dem die Grundregel zehn Zentimeter unter und über dem Boden beachtet werden sollte, solle die Plagegeister ebenfalls von Gemüse und Co. fernhalten. Wichtig ist dann aber, dass auch die Schneckenzäune sauber und unkrautfrei gehalten werden. Das gründliche und tiefe Umgraben des Bodens sollte möglichst spät im Herbst, nach der Eiablage erfolgen. Und im Frühjahr nach den ersten Frösten ist es empfehlenswert die Erde aufzulockern, um die Schneckenbrut zu zerstören. Zu den natürlichen Feinden der Schnecken gehören Igel, Spitzmaus, Maulwurf sowie verschiedene Vogelarten wie Amseln, Drossel, Stare, Elstern, Spechtmeisen, Möwen, Hühner und Enten, aber auch Frösche, Kröten, Salamander und Blindschleichen. Lauf- und Leuchtkäfer und deren Larven, sowie Kurzflügelkäfer und Tausendfüßler vertilgen die Eigelege von Jungschnecken.

PhotocaseUnd wenn alle vorbeugenden Maßnahmen nicht fruchten, dann ist es sehr effektiv, wenn gegen die Vermehrung der Schädlinge mehrere Methoden gleichzeitig angewendet werden. So sollte man zum Beispiel die vorhandenen Schnecken absammeln und die besonders gefährdeten Pflanzen durch Schneckenzäune zu benachbarten Natur- und Wiesengrundstücken abgrenzen. Für die manche Gärtner steht der Einsatz von Schneckenkorn an letzter Stelle. Denn es kann durchaus vorkommen, dass durch diese Köder noch Schnecken von benachbarten Grundstücken angelockt werden. Biogärtner wird es besonders freuen, dass es auch biologische Präparate aus Moosextrakten gibt, die den Schnecken den Appetit verderben.

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