(Foto: Blumenbüro Holland) Manche Menschen arbeiten gern mit ihren Händen. Ich meine jetzt nicht unbedingt diejenigen, die beim Telefonieren ständig auf Notizklötzen herumkritzeln, wobei auch das ganz schön sein kann. Worauf ich hinaus will verrät schon der Titel dieses Beitrages, nämlich das kreative Gestalten mit Blumen. Wie beim Kunstunterricht in der Schule macht auch das Arrangieren von Blumen und Blüten in der Gemeinschaft gleich noch mehr Freude. Da kann man nämlich auch mal ein wenig spicken was die anderen so machen. Derzeit werden unter dem Motto “Tu du’s mit Blumen” deutschlandweit Blumenpartys veranstaltet.
Damit werden zwei Trends welche in den 1970er Jahren aktuell waren miteinander verbunden. Ich denke da ganz persönlich an Ikebana – die japanische Kunst Blumen zu arrangieren – und die Verkaufsparties von Küchenutensielen.
Im Fokus der After-Work-Veranstaltung steht die ungewöhnliche Kombination von Blumen und Dingen, weshalb es sich vom klassischen Ikebana unterscheidet.
Ganz gleich ob man sich nun im Blumenladen selbst etwas gönnt oder ein Gast einen Strauß mitbringt, oft werden die blühenden Schönheiten einfach “nur” in eine Vase gesteckt, Wasser dazugegeben und fertig. Doch bei der Tu-du’s-mit-Blumen-Party geht es mal ganz anders. Dabei können die Teilnehmer ihrer floral-ästhetischen Phantasie ganz freien Lauf lassen. Das Florale wird zusammen mit Alltagsutensilien und Trash gekonnt in Szene gesetzt. Es gilt: “Schön ist was gefällt.”
Interessierte, die in ihrer regionalen Tageszeitung oder im Lokalanzeiger jedoch keinen Hinweis auf eine Blumenparty gefunden haben, sollten sich entweder mal beim Blumenladen nach einer solchen Veranstaltung erkundigen oder alternativ zu Hause selbst eine Blumenparty organisieren. Einfach ein paar nette Freunde und Bekannte einladen, die natürlich neben frischen Saisonblumen auch witzigen Trödel und Kitsch wie zum Beispiel Gummistiefel, Spielzeug oder Porzellangeschirr mitbringen sollten. Selbst besorgt man dann noch ausreichend Steckschwamm und organisiert wasserdichte Behältnisse wie Marmeladengläser oder Joghurtbecher, denn selbst ungewöhnliche Blumenarrangements brauchen schließlich auch Wasser.

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