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Assistive Badumgebung auf der CeBIT

pixelio.de / Rainer S.(Bild: pixelio.de / Rainer S.) Das Centrum für Büro- und Informationstechnologie (CeBIT) ist nicht nur für Computer-User von Interesse, sondern auch für all jene die sich für ein intelligentes Zuhause interessieren. Solange es geht in den eigenen vier Wänden zu wohnen, das ist das Ziel vieler Eigenheimbesitzer. Die Forscher verschiedener Fraunhofer-Institute arbeiten diesbezüglich an automatisierten Wohnhäusern und intelligenten Umgebungen, damit dieses Ziel für möglichst viele Besitzer Wirklichkeit werden kann. Sie zeigen vom 3. bis 8. März 2009 auf der CeBIT, wie das funktionieren kann. Zu sehen ist in Hannover unter anderem auch die “Assistive Badumgebung”.

Diese Innovation wird vorgestellt vom Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS, Duisburg. Doch was genau kann man sich nun eigentlich unter dem mitdenkenden Bad vorstellen? Wie Gruppenleiterin Dr.-Ing. Gudrun Stockmanns vom IMS erklärt, ist das Badezimmer elektronisch ausgestattet und barrierefrei. Beim Betreten beziehungsweise Verlassen des Badezimmers geht das Licht von alleine an oder aus. Um nicht unnötig Wasser zu verschwenden schaltet sich der Wasserhahn selbsttätig ab. Und Zahnputzmuffeln wird es wahrscheinlich weniger erfreuen, dass das mitdenkende Bad sogar die Mundhygiene überwacht. ‚   Dadurch dass die jeweiligen Bewohner erkannt werden können, kann sich die Toilette ganz automatisch auf die passende Höhe einstellen. Ziel dieser assistiven Badumgebung ist die Beobachtung und Unterstützung der Bewohner, ohne das diese sich davon gestört fühlen.

Was in den Ohren von gesunden und vitalen Menschen eventuell als Gängelei klingt, soll vor allem ältere und kranke Menschen, die gegebenenfalls desorientiert sind, bei den alltäglichen Dingen der Körperpflege helfen. So können mit Hilfe beleuchteter Piktogramme im Spiegel die nächsten Aktionen angezeigt werden, zum Beispiel Waschen, Kämmen, Zähne putzen – auch die Duschtage können fest eingespeichert werden. Und eine freundliche Frauenstimme aus dem Lautsprecher erinnert an die Medikamenteneinnahme. In diesem Fall sollten die Arzneimittel sowie ein Becher dann aber auch dort griffbereit aufbewahrt werden.

Jede einzelne Aktivität kann mittels den an der Tür, Toilette, Wasserhahn, Lichtschalter und Teppich angebrachten Sensoren erfasst und aufgezeichnet werden. Dies ist insbesondere bei Menschen wichtig, die eine professionelle Pflege benötigen. Die Daten lassen sich dann per Computer an den Arzt beziehungsweise das Pflegepersonal weiterleiten. Im Notfall kann der Computer eine vorher festgelegte Person, Pflegestation oder die Rettungsleitstelle alarmieren.

Mehr Informationen zu Fraunhofer auf der CeBIT gibt es unter: www.fraunhofer.de/presse/cebit2009/index.jsp

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