Garten

Safran aus dem heimischen Blumenbeet?

pixelio.de / Günther Dotzler(Bild: pixelio.de / Günther Dotzler) Krokusse verbinden wir hierzulande eigentlich immer mit Frühling. Es gibt aber auch im Arten die im Herbst blühen. Dazu gehört unter anderem die Krokus-Art dessen Stempel als Safranfäden geerntet werden. Die Botaniker nennen die Krokus-Art aus denen das teuerste Gewürz der Welt gewonnen wird Crocus sativus. Dass diese violetten Krokusse nicht nur im Orient und im Mittelmeerraum angebaut werden können, stellen die Österreicher sowie auch die Schweizer unter Beweis.

Das liebliche Blümlein gehört zur Familie der Schwertliliengewächse. Crocus sativus benötigt um gut gedeihen zu können viel Licht und Wärme. Der Standort sollte außerdem Wind geschützt sein. Am besten eignen sich Gegenden zum Anbau, in denen die durchschnittliche Jahrestemperatur nicht unterhalb von 12 Grad Celsius liegt. Doch von solchen Durchschnittswerten sind wir hierzulande meilenweit von entfernt. Trotzdem zeigen die Österreicher und Schweizer, dass der Anbau auch in unseren Breitengraden funktioniert.

Voraussetzung für den Anbau im eigenen Blumenbeet des kostbaren Würzkrauts ist natürlich wie bei so vielen Gärtnerarbeiten viel Geduld sowie die entsprechenden Standortbedingungen. Empfehlenswert ist ein wasserdurchlässiger und nährstoffreicher Boden. Ehe im Frühjahr die Blumenzwiebeln gesetzt werden, sollte der Boden geeggt werden. Die Zwiebelknollen setzt man in eine Tiefe von circa fünf bis zehn Zentimeter in die Erde. Der Abstand zwischen den einzelnen Knollen sollte rund fünf bis zehn Zentimetern und zwischen den Reihen etwa 45 Zentimeter betragen. Im Herbst zeigen sich die sechs bis neun violetten Blütenblätter bei den Krokussen zeigen. Sofern im Winter die Temperatur nicht unter -15 Grad Celsius sinkt, können die Blumenzwiebeln sogar im Boden verbleiben. Rund alle vier Jahre sollten die Knollen ausgegraben, getrocknet und im nächsten Sommer wieder eingepflanzt werden.

Zur Aufbereitung, die während der Blütezeit erfolgt, sollte sonniges Wetter herrschen. Empfehlenswert ist es die orange-roten Narben bei Sonnenaufgang, also wenn die Sonne noch nicht brennt, per Hand aufzusammeln und zwar bereits am ersten Blütetag. Man braucht sich auch keine Sorgen zu machen, dass die Krokusse sich dann nicht weiter vermehren könnten. Denn die Vermehrung der Pflanze erfolgt allein durch die Teilung der Knolle. Weil die Qualität der Safran-Fäden vom Trocknungsvorgang abhängen, ist es ratsam das dieser schnell erfolgt. In einem speziellen Trockenautomat sollen bei einer Temperatur von 40 bis 45 Grad die Fäden innerhalb von etwa 12 Minuten trocken sein. Die trockenen Safran-Fäden werden anschließend in sehr gut abschließenden Dosen gegeben. Dann sollten sie kühl und trocken aufbewahrt werden.

In Mund in der Schweiz gibt es sogar einen Safran-Lehrpfad sowie ein Safran-Museum.

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  1. [...] auf Rasenflächen und im Schatten größerer Gehölze aus. Die dritte Art ist der hellviolette Safran-Krokus (Crocus sativus), aus dessen Staubfäden das teuerste Gewürz der Welt gewonnen [...]

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