Flora mit einem Hauch von Orient

Blumenbüro Holland(Bild: Blumenbüro Holland) Am vergangenen Freitag war Frühlingsanfang, doch wer nicht gerade üppig blühende Zwiebelblumen in seinen Garten hat muss wohl noch eine Weile auf ein berauschendes Blütenmeer warten. Doch bis dahin kann man es sich ja in der Wohnung noch gemütlich machen. Wie wäre es mal mit orientalischen Touch? Um in die eigenen vier Wände einen Hauch von Orient zu zaubern kann man auf viele Stilmittel setzen wie zum Beispiel eine einladende Polstergarnitur mit einem weichen Kissenmeer welches durch seine üppigen Ornamentdrucke oder aufwendige Stickerreien bezaubert. Auch schmiedeeiserne Möbel, kleine Tischchen mit Platten aus Bruchmosaik oder zarte Organzavorhänge kommen unserer Vorstellung eines 1001-Nacht-Ambientes sehr nah. Doch allein schon mit lebhaft wirkenden Pflanzen zieht ein wenig orientalisches Flair in die Wohnung ein. Wachsen diese dann noch aus einem Pflanzgefäß heraus, welches sich durch seine verspielten Details auszeichnet, verbreitet sich garantiert Urlaubsstimmung.

Solch eine magische Anziehungskraft üben beispielsweise Miltonia-Orchideen aus. Eigentlich stammen diese Naturschönheiten aus Brasilien. Die flachen und fast runden Blüten strahlen Freundlichkeit aus durch ihre lebhafte Färbung mit der hübschen Zeichnung, die ein wenig Ähnlichkeit mit Stiefmütterchen (Viola) haben. Miltonia-Orchideen gedeihen in Südafrika wild an Flussufern. In unseren Breitengraden fühlen sie sich im Zimmer wohl. Dort stellt man sie am besten an einen halbschattigen Standort. Selbst im Sommer möchte es diese Orchideenart nicht zu warm haben. Das Pflanzsubstrat sollte nie ganz austrocknen, denn die Miltonia machen keine Winterruhe durch. Im Frühling und Sommer ist es ratsam sie alle zwei Wochen mit Blumendünger – jedoch nur in halber Konzentration – zu verwöhnen.

Aber auch die bekannten Phalaenopsis-Orchideen sind dank ihrer Farbenpracht märchenhaft schön. Sie gibt es in verschiedenen Größen. Dabei variiert die Größe der Blüte sehr stark. Der Durchmesser liegt zwischen 2 bis über 15 Zentimeter. Die an Schmetterlinge erinnernden Blüten sind auch sehr verschieden in Sachen Textur. Diese ist reicht nämlich angefangen von zart bis hin zu wachsartig fest. Weil Phalaenopsis zu den so genannten Aufsitzerpflanzen gehören – sie gedeihen in ihrer ursprünglich südostasiatischen Heimat auf Bäumen – vertragen sie keine Staunässe. Denn die fleischigen Wurzeln versorgen sich über die Luftfeuchtigkeit. Die Zimmerpflanzenexemplare versorgt man am besten mit einem wöchentlichen Tauchbad. Anschließend sollte man sie gut abtropfen lassen. Alternativ kann man die Pflanzschale auch gleich wieder in einen deutlich größeren Übertopf stellen und zwar auf eine Schicht aus Kies. Von März bis Oktober sollten die Phalaenopsis ein bis zweimal im Monat mit speziellem Orchideendünger genährt werden. Oder man verwendet normalen Zimmerpflanzendünger, dieser sollte allerdings nur halb so stark dosiert werden.

Basarbunt präsentiert sich die Bromelienart Vriesea, mit ihren imposanten Blütenschwertern in verschiedene Farben und Formen. Die zur Familie der Ananasgewächse gehörenden Bromelien bevorzugen einen hellen Standort, jedoch nicht direkt in der Sonne. Am wohlsten fühlen sie sich bei Temperaturen ab 18 Grad Celsius. Sie mögen es zwar gerne feucht, Staunässe ist ihnen aber doch zuwider. Oben im Trichter kann aber ruhig ein wenig Wasser stehen bleiben.

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