(Bild: BG Bau) Omas alter Küchenschrank soll in der modernen Wohnung einen pfiffig bunten Anstrich bekommen. Ein bisschen Arbeit und aus dem alten Holzmöbelstück wird ein zum restlichen Ambiente passendes Unikat. Was man dafür braucht ist neben Auslegware zum Schutze des Fußbodens, Pinsel und Farbe natürlich auch ein Abbeizmittel. Steht man im Fachhandel vor dem Regal mit den Abbeizmitteln, weiß man oftmals nicht so ganz genau für welches Produkt man sich nun entscheiden soll. Die Berufsgenossenschaft Bau (BG Bau) warnt jedoch ausdrücklich davor zu Abbeizmittel mit Dichlormethan (DCM) zu greifen.
Wie die BG Bau kürzlich mitteilte, führten die jahrelangen Initiativen Ende Januar zu einem Beschluss des EU-Parlaments in Brüssel für ein europaweites Verbot DCM-haltiger Abbeizmittel.
Schon seit 20 Jahren machte sich die BG Bau dafür stark, dass diese gefährliche Bau-Chemikalie vom Markt genommen werden soll. Dichlormethan wirkt nämlich narkotisierend, das zentrale Nervensystem kann gelähmt werden, die Folge kann ein Herz-Kreislaufstillstand sein. Wie die BG Bau mitteilt, sind seit diese Bau-Chemikalie verwendet wird dadurch 30 Menschen ums Leben gekommen. Ein gefährliches Mittel also. DCM-haltige Abbeizer dürfen nur mit vorgeschriebenem Vollschutzanzug angewendet werden. Die Kosten für den von der Umluft unabhängigen Atemschutz und die Schutzhandschuhe aus Fluorkautschuk sind jedoch sehr hoch. Es geht aber auch anders. Es gibt nämlich schon seit Jahren Alternativprodukte. Dazu stellt die BG Bau in ihrem Gefahrstoffinformationssystem www.gisbau.de entsprechende Informationen zur Verfügung.

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