(Bilder: pixelio.de / KFM / Janine Vlach) Nein, in diesem Beitrag geht es nicht um Numesmatik, sondern um die korrekte Haltung und Hilfsmittel beim Gärtnern. Auf der einstigen Münze ist eine der vorschriftsmäßigen Haltungen für die Gartenarbeit abgebildet. Gemeint ist das Knien. Beim Unkraut jäten, Umgraben und Co. kommt es nämlich im Hinblick auf die Gesundheit auf die richtige Körperhaltung an. Aber auch ein trainiertes Muskelsystem gehört zu den Voraussetzungen für schmerzfreies Arbeiten.
Auf die Haltung kommt es an
Vor allem beim Unkraut jäten oder beim ernten von Erdbeeren, Buschbohnen und ähnlichem erdnahem Gewächs muss man ganz nach unten. Falsch ist hierbei das Bücken mit durchgestreckten Beinen. Richtig hingegen sind Haltungen wie in die Knie oder in die Hocke gehen. Um beim Knien die Knie etwas zu entlasten – und natürlich auch damit auch die Hose nicht gleich voller Erde ist – sollte man entweder Knieschoner anziehen oder ein Kissen unterlegen. Wer kein spezielles Kniekissen hat, kann auch ein altes Stuhlkissen oder eine gefaltete Woll- oder Fleecedecke in eine Plastiktüte stecken, um sich darauf zu knien. Wer allerdings Probleme mit dem Knien hat, der sollte sich besser in die Hocke begeben. Den Rücken kann man dabei mit Hilfe eines Höckerchens entlasten.
Zwischendurch auch mal Pause machen
Ratsam sind auch Lockerungsübungen zwischendurch, ab und zu eine kleine Pause zu machen sowie ein nicht allzu straffer Arbeitsrhythmus. Aber auch beim Heben und Tragen gibt es ein paar Tricks und Kniffe worüber sich der Rücken bestimmt freut. So trägt man etwa schwere Gegenstände nahe am Körper und hebt diese von der Hocke aus hoch. Der Oberkörper sollte dabei gerade und nicht verdreht sein. So wenig wie möglich sollte man den Körper einseitig belasten. Am besten trägt man mit jeder Hand eine gleichvolle Gieskanne. Je nach dem wie schwer die Gegenstände sind sollte man Hilfsmittel wie zum Beispiel Tragegriffe oder Tragebänder beziehungsweise Schub- oder Sackkarre ‚ benutzen und am besten noch eine andere Person um Mithilfe bitten.
Weitere Hilfsmittel
Um sich das Ziehen des Gartenschlauchs – vor allem um Ecken und Kanten herum – zu erleichtern, kann eine Umlenk-Rolle eine gute Hilfe sein. Aus solch einem Hilfsmittel ergibt sich auch noch ein anderer Vorteil, nämlich der, dass der Gartenschlauch nicht so stark strapaziert wird. Neben dem im ersten Teil dieser Serie beschriebenen Hochbeet kann auch ein Tischbeet dabei behilflich sein, dass man in einer angenehmeren Haltung gärtnern kann. Vor allem jetzt in der Saat- und Anzuchtzeit sind die so genannten Pflanztische viel Wert.
Wenn man sich die Arbeitsschritte vorher gut überlegt, dann kann man sich unnötige Wege ersparen.
Der Teil zum Ergonomischen Gärtnern, in dem es um die Gartengeräte geht, ist hier zu finden.

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