Heilkraft aus der Natur: Die Ringelblume

pixelio.de / apole(Bild: pixelio.de / apole) Anlässlich des gestrigen internaltionalen Weltgesundheitstages möchten wir heute auf die Heilpflanze des Jahres 2009 näher eingehen. Die Rede ist von der  Garten-Ringelblume (Calendula officinalis). Sie wurde nämlich vom Naturheilverein Theophrastus zur Heilpflanze für dieses Jahr ausgewählt. Die fröhlich bunte Heilpflanze gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie wird insbesondere bei schlecht heilenden Wunden eingesetzt. Ihre Karriere als Heilpflanze dauert schon lange an.

Die Äbtissin Hildegard von Bingen beschrieb bereits im 12. Jahrhundert über die Verwendung der Ringelblume als Heilpflanze und empfahl “Ringula” bei Vergiftungen durch üble Speisen.

Helles Gelb bis kräftiger Orange-Ton

Ursprünglich stammt die Ringelblume aus dem Mittelmeergebiet und aus Nordafrika. Beliebt ist die Blume mit den ringförmigen Früchten aber auch im Garten. Die außen liegenden Zungenblüten bilden Klettfrüchte, welche von Tieren verbreitet werden. Die in den mittleren Blüten gedeihenden zum Teil luftgefüllten Samen verbreitet der Wind. Und ganz innen im Blütenstand entstehen wurmartig gekrümmte Früchte. Zwischen 30 bis 60 Zentimeter wächst die Pflanze in die Höhe. Die zwei bis fünf Zentimeter breiten Blütenkörbchen zweigen an dem filzigen Stängel ab und sind ab Juni zu sehen. Die Farben der Blüten können angefangen von einem hellen Gelb bis hin zu einem kräftigen Orange ausfallen.

Leicht zu kultivierende Dauerblüherin

Ringelblumen begeistern den Gärtner durch ihre lange Blühdauer. Im Garten kann man sie recht leicht kultivieren. Jetzt im April ist der Aussaatzeitpunkt für die Heilpflanze 2009. Die Aussaat sollte nur mit wenig Erde bedeckt werden. Als Standort sollte man einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit durchlässigem leicht sandigem Boden wählen. Die relativ anspruchslose hübsche Blume sollte keinesfalls zu üppig gedüngt werden. Schneidet man die, sich ab Juni zeigenden, Blüten regelmäßig ab nachdem sie verwelkt sind, dann bedankt sich die Calendula damit, dass sie solange blüht bis die ersten stärkeren Fröste unweigerlich den Herbst einläuten.

Vorteilhaft auch den Boden

Aber nicht nur für den Menschen als Heilpflanze und für Tiere als Nahrungsquelle ist die freundliche Blume gut, sondern auch zur Abwehr vor Fadenwürmern für Obst- und Gemüsepflanzen. Daher eignet sich eine Umrandung von Kartoffel- oder Erdbeerpflanzungen mit Ringelblumen. Und weil ihre Pfahlwurzeln die Erde tief lockern, sorgen sie auch als Gründünger für eine Bodenverbesserung. Gleichzeitig bindet sie Restnährstoffe, so dass diese nicht so leicht aus dem Boden ausgewaschen werden können.

Buntes auf den Tisch

Auch das Essen erhält durch Ringelblumen Abwechslung und Farbe. Beispielsweise kann man mit den filzig behaarten Blättern Blatt- oder Wildkräutersalaten eine besondere geschmackliche Note verleihen. Die Blütenblätter kann man außerdem für Suppen, Blütenbutter, Brotaufstriche oder im Kuchen verwenden.

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