(Bild: pixelio.de / Winternitz) Eigentlich zählen die fleißigen Ameisen ja zu den wichtigen Komponenten im naturnahen Garten. Sie sind nämlich imstande mehr Bodenmaterial umzulagern als Regenwürmer, helfen mit Schädlinge unter Kontrolle zu halten und sind oftmals unabkömmlich für die Verbreitung vieler krautiger Pflanzen. Aber wenn sie den Rasen im Garten regelrecht durchwühlen, so dass man fast kein Plätzchen mehr findet wo man sich hinsetzen kann – spätestens dann hört die Naturliebe auf. Und es ist an der Zeit den krabbelnden Insekten den Kampf anzusagen.
Gefährdete Arten
Allerdings sollte man aber auch daran denken, dass dreiviertel aller Ameisenarten auf der Roten Liste der gefährdeten Arten Deutschlands stehen. Wie der Naturschutzbund Deutschland (NABU) erklärt, sind von den 108 natürlich in Deutschland vorkommenden Arten immerhin 11 vom Aussterben bedroht, 17 Arten sind stark gefährdet, 31 gefährdet und 7 Arten extrem selten. Und ein Dutzend Arten befinden sich in der Vorwarnliste. Zu den weltweit gefährdeten Arten gehören unter anderem auch die hügelbauenden Roten Waldameisen, Formica polyctena und Formica rufa. Gefährdet sind diese Insektenarten vor allem durch den Verlust ihrer natürlichen Lebensräume.
Helfend oder störend?
Weil viele Ameisenarten besonders wärmeliebend sind, kommen sie in offenen, extensiv bewirtschafteten Trockenrasen häufig vor. Aber auch wenn Ameisen, wie eingangs erwähnt, viele gute Eigenschaften für den Garten mitbringen, können sie natürlich mitunter auch zur Plage werden. Viele Ameisenarten ¢â‚¬Å¡halten ¢â‚¬â„¢ sich Blatt- und Wurzelläuse, um sich an deren produzierten Honigtau zu laben. Gärtnern missfällt jedoch diese Art der Kooperation, weil Blatt- und Wurzelläuse die Pflanzen schädigen. In seltenen Fällen ist es möglich, dass die so genannten Rasenameisen den Rasen direkt schädigen, indem sie die Graspflanzen teilweise aushöhlen. Aber auch wenn sich Ameisenkolonien nur zu stark im Rasen einnisten und durch den Bau ihrer Hügelnester die Nutzbarkeit der Grünfläche beeinträchtigen macht das auch keine Freude.
Mittel zur Ameisenbekämpfung
Im naturnahen Garten ist der Einsatz von chemischen Giften tabu. Es gibt zur Ameisenbekämpfung aber auch eine ganze Reihe natürlicher Methoden. Beispielsweise kann man versuchen die krabbelnde Kolonie ¢â‚¬Å¾Umzusiedeln ¢â‚¬Å“. Dazu füllt man Blumentöpfe mit feuchter Stroh- oder Holzwolle und stülpt diese ¢â‚¬Å¾Nest ¢â‚¬Å“ über die Ameisenkolonie. Wenn dann nach einiger Zeit das ganze Volk mitsamt Königin und Brut in den warmen Tontopf umgezogen ist, kann man diese an eine andere besser geeignete Stelle befördern. Zum Vergrämen kann man aber auch biologische Mittel einsetzen. Zum Beispiel Wermutjauche. Dazu gibt man in zehn Liter Wasser 300 Gramm frisches und 30 Gramm getrocknetes Kraut und lässt das Ganze rund zwei Wochen vergären. Danach gießt man es über dem Ameisenbau aus. Aber auch durch das Verteilen von Aufgüsse anderer Aromapflanzen wie etwa Majoran, Thymian oder Lavendel sollte das Volk Reißaus nehmen. Auf Ameisenstraßen oder den Nestbereich kann man auch Algenkalk, Backpulver oder alten Kaffeesatz streuen. Die bayrische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau empfiehlt, wenn im Rasen Ameisen übermäßig stark auftreten, dann sollten die Hügelnester regelmäßig zerstört werden. Zum Abwandern bewegen sollte das Volk auch ein gezieltes Begießen der Nester.

Meine Ameisen haben den Thymian in ihren “Erdhaufen” direkt eingebettet?
Geschrieben von suver | 2. Juli 2009, 23:01Reichlich banale Hinweise.
Dauerhaft wirkt das alles nicht. Das mit dem Backpulver ist außerdem kein bisschen “natürlich”, tierfreundlich oder schonend.
Geschrieben von Markus | 6. Juli 2009, 12:06hallöle
Backpulver ist ne alte Sache braucht man nicht mehr zu versuchen da sich die Inhaltsstoffe geändert haben.
Testet es es wird nichts bei rumkommen.
Wir begiessen unsere Pflanzen mit Neemöl + emulgator ERFOLGREICH.
Ich halte sogar Ameisen ist spannend und man lernt über diese Tiere wirklich sehr viel
baba andrea
Geschrieben von andrea | 21. Juli 2009, 06:36jedes jahr zerstören die ameisen meinen rasen. ich kann in ganz leicht runter ziehen von der erde, sind keine wurzeln mehr da. die guten alten hausmittel helfen da gar nichts mehr. was wirklich tun????????
Geschrieben von jürgen-marcus sagt: | 5. August 2009, 02:08Hallo ihr lieben,
@baba andrea
Andrea, wenn du Ameisen im Rasen hast, dich mit Decke auf den Rasen legst, um sich von der anstrengenden Woche zu erholen weiß ich nicht,was daran spannend sein soll, wenn die Ameisen in Scharen über meinen Körper wandern?**zwinker**
Habt ihr schon einmal auf eine Kuhweide geschaut, dabei näher auf die Wiese?
Genau, da sind wenig bis gar keine Ameisen.
Wenn ihr die Möglichkeit habt, zu einen Bauern zu kommen,fragt ihn, ob ihr etwas von seiner Gülle bekommen könnt.
Das mischt ihr 50:50 im Eimer mit Wasser auf.
Dann alles per Gießkanne über den Rasen verteilen.
Zum einem klasse Dünger für den Rasen, und weiterhin nehmen die Ameisen reiß aus.
Das ganze 2-3mal wiederholen.
Viel Spaß damit, bei uns geht das prima und wir können den Sommer bei einem schläfchen auf dem Rasen genießen.
Frank
Geschrieben von Frank Klein | 19. Juni 2010, 10:11Habe auch jede Menge Ameisen im Garten und habe ihnen seit gestern mit verschiedenen Mitteln (mehrere Häufchen) den Krieg erklärt. Werde mal ab und zu posten, was sich als wirksam herausstellt. P.S. Ich finde den vorherigen Beitrag irgendwie “unglücklich” geschrieben… :)
Geschrieben von Cranium78 | 4. August 2011, 09:28