(Bild: Christine Schonschek) Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus, so heißt es in einem alten Volkslied. Wahrlich – ein Streifzug durch den Garten jetzt im Mai erquickt das Herz durch all das frische junge Grün sowie die zahlreichen Blüten. Gleichzeitig zeigt so ein Rundgang aber auch auf, dass jede Menge Arbeit ansteht. Im Ziergarten beispielsweise lenken die Staudenbeete die Aufmerksamkeit auf sich.
Allgemeines
Generell gilt, dass für Pflanzaktionen eher bedeckte und etwas kühle Tage ideal sind, weil dann die Pflanzen nicht gleich starker Sonne ausgesetzt sind. Vor dem Einsetzten sollte man die Pflanzen gründlich wässern. Es empfiehlt sich den Wurzelballen vor dem Einsetzen etwas aufzureißen. So können die Pflanzen nämlich schneller neue Wurzeln ausbilden und insgesamt besser mit der Erde verwurzeln. Ist das Wurzelgeflecht allzu dicht, spiralig am Topfboden oder ‚ verdreht, dann ist es besser dieses zu entfernen.
Schönes
Die Staudenbeete im Ziergarten gilt es jetzt neu anzulegen und die sommerblühenden Zwiebelblumen in die Erde zu tun. Kübelpflanzen dürfen nun wieder ins Freie, sollten aber vor eventuellen Nachtfrösten geschützt sein.
Süßes
Im Obstgarten versüßen die roten Früchtchen dem Gärtner die Laune. Denn die Erdbeerzeit ist im Mai und Juni. Aber auch Obstgehölze brauchen jetzt etwas Pflege. Den Wurzelbereich von Beerenpflanzen bedeckt man mit einer Mulchdecke, um so für genügend Feuchtigkeit zu sorgen. Zum Mulchen kann man Rasenschnitt, Stroh oder auch Rindenmulch verwenden. Weil vor allem Aprikosen, Pfirsiche und Nektarinen früh blühen, laufen sie Gefahr Spätfrostschäden davonzutragen. Um dies zu verhindern hilft bei Frostgefahr die Abdeckung durch Vlies.
Pikantes
Jetzt im Mai legt man auch im Gemüsegarten den Grundstein für eine reiche Ernte im Sommer. Während Rettich und Radieschen vielleicht bereits im Frühbeet gedeihen, kann man diese nun auch ins Freie aussäen. Direkt ins Freiland können nun aber auch Chicor ƒ ©e, Möhren, Bohnen, ‚ Erbsen, Kürbis, Gurke sowie Zuckermais gesät werden. Und auch eine ganze Reihe von vorkultivierten Gemüsearten dürfen im Mai hinaus ins Freie. Dazu gehören unter anderem Auberginen, Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Knollenfenchel, Sellerie, Tomate Paprika, Porree und Zucchini. Allerdings ist es angebracht diese eher empfindlicheren Pflanzen vorher an die Freilandbedingungen zu gewöhnen. Und wenn Nachtfröste angesagt sind sollten sie durch ein Vlies geschützt werden.
Sonstiges
Kompost umsetzten, düngen und Schädlinge bekämpfen, diese Tätigkeiten gehören auch zu den typischen Gartenarbeiten, die jetzt im Mai wieder angesagt sind. Den Kompost umsetzen heißt, die obere Schicht – bestehend aus noch unverrottetem Material – wird abgetragen. Zum Düngen wird nur die vollständig umgewandelte und feinkrümelige Komposterde aus dem unteren Bereich verwendet. Ist diese nicht fein genug, dann kann man diese Erde, die fein nach Waldboden duftet, auch sieben. Auf die frisch angelegten Beete trägt man etwa zwei Zentimeter frische Komposterde auf. Das was dann übrig bleibt schichtet man mit dem groben, noch nicht verrotteten Material erneut zum Komposthaufen auf.

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