Tschüss Glühbirne – Hallo Energiesparlampe

Christine Schonschek(Bild: Christine Schonschek) Nach dem Beschluss der EU müssen wir uns wohl doch allmählich von der guten alten Glühbirne verabschieden. Bereits ab dem 1. September 2009 sollen nämlich alle matten und alle Glühbirnen, die mehr als 75 Watt verbrauchen, nicht mehr zum Verkauf stehen. Danach sollen dann sukzessive auch alle anderen Glühbirnen mit einer geringen Leistung vom Markt verschwinden. Der Grund dafür ist einfach, herkömmliche Glühbirnen wandeln gerade einmal fünf Prozent ihrer aufgenommenen Energie in Licht um. Alles andere wird zu ungenutzter Wärme. Das Umweltbundesamtes (UBA) weist darauf hin, dass moderne Kompaktleuchtstofflampen, die besser unter dem Namen Energiesparlampen bekannt sind,  besser sind.

Sie setzen nämlich circa 25 Prozent ihrer Energie in Licht um. Somit kann man die Stromkosten deutlich senken. Aber nicht nur der Klimaschutz sowie die Entlastung der Haushaltskasse gehören zu den Vorteilen von modernen Energiesparlampen. Diese zeichnen sich nämlich auch durch ihre deutlich höhere Lebensdauer aus. Im Vergleich zu den durchschnittlich 1.000 Stunden einer Glühbirne, liegt die Brenndauer von Energiesparleuchtmitteln je nach Qualität zwischen 1.500 und 10.000 Stunden. Manche leuchten sogar bis zu 15.000 Stunden. UBA-Vizepräsident Holzmann erklärt, dass auch in diesem Bereich Markenprodukte oftmals besser sind als Billig- oder ‚No Name’-Produkte. Normalerweise kann ein häufiges Ein- und Ausschalten die Lebensdauer von Energiesparlampen verringern. Manche Lampen vertragen dies allerdings recht gut.

Beim Einkauf von Energiesparlampen sollte man ein paar Hinweise beachten:

Wenn möglich sollte man sich anstatt an den Watt- besser an der Lumen-Angabe orientieren. Dieser Wert steht für die Helligkeit unter der Lampe. Zum Vergleich, eine Standard-60-Watt-Glühbirne bringt es beispielsweise auf  710 Lumen.

Aber nicht nur die Helligkeit, sondern auch der Lichtfarbton sollte an den jeweiligen Einsatzort angepasst werden. Er wird in Kelvin angegeben. Bei rund 2.700 Kelvin spricht man von warmweißem Licht. Es ist ideal für eine gemütliche Wohnatmosphäre. Für die Beleuchtung des Arbeitsplatzes empfiehlt sich Tageslichtweiß, das rund 6.000 Kelvin entspricht.

Weiterhin sollte man das Leuchtmittel auch der Leuchte entsprechend auswählen. Empfehlenswert sind für geschlossenen Leuchten Energiesparlampen mit sichtbaren Röhren, also ohne Ummantelung. Denn so hat man eine größere Lichtausbeute. Für offene Leuchten kann man aus der vielfältigen Palette auswählen. Die Formen reichen von der klassischen Birnen- oder Tropfenform über dekorative Kugeln bis hin zu Kerze für den Kronleuchter.

In Sachen Recycling haben die Energiesparlampen allerdings ein Manko. Sie dürfen nämlich weder im Hausmüll noch im Glascontainer landen. Denn aufgrund geringer Mengen an Schadstoffen, wie etwa Quecksilber, müssen sie gesondert entsorgt werden. Wann und wo man seine ausgediente Energiesparlampen abgeben kann, erfährt man über die Abfallberatung vor Ort. Weitere Informationen dazu finden sich aber auch unter www.lichtzeichen.de/sammelstellen.html. Auf dieser Seite kann man durch Eingabe der Postleitzahl schnell den nächstgelegenen Wertstoffhof oder eine andere Sammelstelle in Erfahrung bringen. Aber auch im Handel kann es sein, dass manche vorbildlichen Unternehmen die alten Lampen zurücknehmen, wenn man neue Energiesparleuchtmittel einkauft.

Das UBA bietet außerdem noch das Faltblatt „Bye Bye Glühbirne! Warum Energiesparlampen besser sind“ zum kostenlosen Download an unter www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/mysql_medien.php?anfrage=Kennummer&Suchwort=3754.

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1 Kommentar zu “Tschüss Glühbirne – Hallo Energiesparlampe”

  1. martin sagt:

    für mich heißts ganz klar – tschüss sparlampe, hallo geliebte glühbirne!

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