(Bild: pixelio.de / Ernst Rose) Die Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum) auch genannt Riesen-Bärenklau sowie der japanische Knöterich (Fallopia japonica) gehören zu den Neophyten. Das heißt, es handelt sich dabei um gebietsfremde Pflanzen, welche von Natur aus hier nicht vorkommen würden. solche “Neueinwanderer” können sich zu einem echten Problem entwickeln. Und zwar dann, wenn sie sich derart erfolgreich etablieren, dass es zu Veränderungen in der Bodenstruktur bis hin zu einem erhöhtem Erosionsrisiko kom ‚ mt, hiesige Arten zurück gedrängt werden und so der heimischen Fauna die notwendigen Pflanzen fehlen. In solchen Fällen ist dann von Invasiven Arten die Rede.
Auch wenn die neuen Pflanzen zum Teil durch ihre imposanten Erscheinungen und ansprechende Blüten beeindrucken, sollte man in erster Linie an die Probleme denken, die durch sie verursacht werden.
Solche invasiven Pflanzen können auch ökonomische Auswirkungen, beispielsweise als Unkräuter, haben oder auch gesundheitliche Probleme hervorrufen. Letzteres bewirkt etwa der Saft des hierzulande recht häufig auftretenden Riesen-Bärenklaus. Dieser Saft kann auf der Haut unter Einwirkung von Licht Verbrennungen verursachen. Die Herkulesstaude kann bis zu vier Meter hoch werden. Seine weißen Blütendolden können einen Durchmesser von bis zu 50 Zentimeter erreichen.
Aber auch der Japan-Knöterich (Fallopia japonica) und der Sachalin-Knöterich (Fallopia sachalinensis) erreichen beeindruckende Wuchshöhen von bis zu drei bis vier Meter. Dazu benötigen sie sogar nur eine Vegetationsperiode. Im üppig wuchernden Staudenknöterich-Gebüsch kann man sich also schnell vorkommen wie in einer undurchdringlichen Wildnis. Vorwiegend anzutreffen sind diese Knöterich-Gewächse an Bahndämmen, Straßenrändern sowie an Uferrändern von Fließgewässern. Hohl und unverzweigt ist der Hauptspross der beiden Staudenknötericharten. Bis zu sechs Zentimeter Durchmesser kann die Basis erreichen. Die Blätter sind ei- oder auch herzförmig. Die Vermehrung erfolgt durch neue Sprosse an den unterirdischen Rhizomen.
In jedem Fall gilt es diesen invasiven Arten Einhalt zu gebieten, um sie daran zu hindern die heimische Flora und Fauna zu zerstören.

Schön, dass man den inversiven Arten einhalt gebieten soll… aber WIE am besten? Bzw. muss man ja erstmal die Pflanzen kennen die inversiv sind, um seinen Garten darauf untersuchen zu können. Gibt ja noch mehr als die Herkulesstaude. Hab hier mal eine Webseite gefunden die selber ein paar inversive Arten auflistet und auf weitere Seiten verweist:
gartendatenbank.de/forum/neophyten-schwarze-liste-pflanzen-gefaehrliche-invasive-arten-t-129-1#
Viel Erfolg beim bekämpfen
Jan der Blumenmann
Geschrieben von Jan der Blumenmann | 22. Mai 2009, 19:42