(Bild: pixelio.de / Rainer Sturm) Im Naturgarten oder auch auf der Streuobstwiese schneidet man Gras und Co. nicht allzu oft. Dafür wird es natürlich auch höher. Und dann kommt man mit dem Rasenmäher nicht mehr durch. Ohnehin wollen manche Gärtner gerne auf den Lärm der Elektrogeräte verzichten und entscheiden sich für die gute alte Sense. Doch um mit diesem Werkzeug gute Ergebnisse zu erzielen, ist neben der richtigen Technik auch eine scharfe Klinge eine Grundvoraussetzung.
Dengeln und Wetzen – diese Aufgaben sind vor dem Mähen mit der Handsense essentiell. Beim Dengeln – eine Leichtigkeit für jeden Schmied – bearbeitet man mit der Spitze eines Dengelhammers die auf dem Dengelstopfen aufliegende Schneide Schlag für Schlag. Sie wird so lange geklopft bis sie dünn ist wie eine Rasierklinge. Anschließend erhält die gedengelte Sichel mit einem feuchten Wetzstein ihren letzen Schliff. Vor allem Einsteiger sollten wenigstens nach einer bereits gedengelten Sense Ausschau halten. Um einen Wetzstein kommt man aber nicht herum.
Begrifflichkeiten
Wer sich bislang noch nicht mit diesem Mähwerkzeug auseinander gesetzt hat, der sollte sich durch die zahlreichen Begriffe nicht zu schnell entmutigen lassen. Für den hölzernen meist mannshohen Griff der Sense gibt es mehrere Bezeichnungen. So wird er etwa als Sensenbaum, Worb, Wurf oder auch als Sensenstiel bezeichnet. Dieser besteht in der Regel aus Holz kann aber durchaus auch aus Metall gefertigt worden sein. Die gebogene Klinge wird auch als Blatt bezeichnet. Die Hamme ist der Teil des Sensenblattes über den es mit dem Sensenbaum verbunden ist. Beim Reef handelt es sich um ein Zubehör für die Getreideernte. Dieser mit Sprossen ausgestatteter Holzbügel dient dazu die Getreidehalme zu “bündeln”.
Besuch eines Sensenkurses kann hilfreich sein
Den richten Umgang mit dem scharfen Schneidwerkzeug sollte man sich von einem erfahrenen Sensenprofi zeigen lassen. Zum Erlernen des Dengeln und Sensen bieten manche Fachleute spezielle Kurse an. Aber auch Fachliteratur findet man dazu im Internet. Die Mähtechnik erfordert nämlich etwas Übung. Mit ein wenig Geduld und fachlicher Anleitung findet man sicherlich bald den richtigen Schwung.
Oder selber ausprobieren wie’s geht
Wer es vor einem Sensenkurs selbst ausprobieren möchte den richtigen Schwung zu finden, sollte auf die richtige Haltung achten. Man arbeitet leicht vornüber gebeugt mit leicht angewinkelten Knien. Rechtshänder stellen sich so, dass die freie Fläche links von Ihnen liegt und schwingen die Sense in einem halbmondförmigen Schwung von rechts nach links.
Wettbewerb
Das Mähen mit der Sense gehört mancherorts leider nur noch zum Kulturgut das für sportliche Wettkämpfe dient. Im bayrischen Frammersbach findet alljährlich Anfang Juni die so genannte “Wiesenmahd” statt. Bei diesem Wettmähen mit der Sense war vor ein paar Jahren der BR zugegen. Im Internet kann man den entsprechenden Ausschnitt aus der Abendschau ansehen und zwar unter www.youtube.com/watch?v=Ztz7vCQng40&hl=de.
Fazit
Beim Mähen mit der Sense kann man die Natur ganz anders genießen, als wenn man die Wiese mit der krachschlagenden Motor- oder Elektrosense schneidet.

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