(Bild: Christine Schonschek) Sie leuchtet blau, blüht am Weg und gilt in mehren Bundesländern bereits als gefährdet. Die Rede ist von der gemeinen Wegwarte (Cichorium inytbus). Dem niedlichen Blümlein kommt in diesem Jahr eine besondere Stellung zu. Alljährlich kürt nämlich die in Hamburg ansässige Loki-Schmidt-Stiftung die “Blume des Jahres”. Für das Jahr 2009 hat die Stiftung die himmlisch blau blühende Wegwarte als Blume des Jahres auserkoren Dabei handelt es sich um einen typischen Sommerblüher. Kürzlich als ich mit meinem Mann in einem der zahlreichen Gewerbegebiete von Koblenz unterwegs war, entdeckten wir am Wegrand sogar einige Vertreter der Wegwarte.
Während die blaue Wegwarte im Süden Deutschlands noch häufiger vorkommt steht sie in Niedersachsen und Hamburg bereits auf der Roten Liste. Weitere Bundesländer habe sie bereits auf die so genannte Vorwarnliste gesetzt.
Verwandt ist der Sommerblüher mit Chicoree und Radicchio. Die Wegwarte gehört zur großen Familie der Korbblütler (Asteraceae) und wird wegen ihrer strahlenden Blütenfarbe auch als “Wegeleuchte” bezeichnet. Etwas Besonderes sind aber nicht nur die leuchtend blauen Blüten, sondern auch die Wurzeln des Korbblütlers. Diese wurden früher nämlich geröstet und als Kaffee-Ersatz verwendet.
Die Blume des Jahres 2009 bevorzugt einen warmen, sonnigen Standort. Der Boden darf gerne trocken und lehmhaltig sein. An Mauern, Böschungen, Wegrändern oder auch auf Brachen zeigen sich die Blüten bis in den September hinein. Zum Teil kann man sie sogar noch im November entdecken.
Die Wegwarte gibt es nicht nur mit blauem, sondern auch mit einem weißen Blütenstand. Vereinzelt kommen nämlich auch weiße Albinoblüten vor. Bienen, Hummeln und Schwebefliegen tummeln sich auf den Wegwartenblüten. Im Herbst freuen sich Stieglitze und Finkenvögel über die Samen.
