Bild: pixelio.de / Inessa Podushko
Heimwerker und Hobbyhandwerker sollten beim Einkauf von Werkzeug der eigenen Gesundheit zuliebe auf hohe Qualitätskriterien achten. Im Frühling dieses Jahres wies der T ÜV Rheinland bereits auf eine erhöhte PAK-Konzentration vor allem in den Gummigriffen von Werkzeugen hin. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAK gehören zu den giftigen Substanzen, welche in Werkzeuggriffen aber auch in anderen Gummi- oder Kunststoffprodukten enthalten sein können. Diese Stoffgemische entstehen bei der Verbrennung von Kohle, Kraftstoff oder Tabak. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist darauf hin, dass einige PAK verdächtigt werden krebserregend zu sein, eine Veränderung des Erbgutes hervorzurufen oder die Fortpflanzung zu beeinträchtigen.
Aufgenommen werden können diese Stoffe nicht nur über die Haut, sondern auch durch die Atemluft oder über die Nahrung. Die PAK-Konzentration steigt dann an, wenn Kunststoffhersteller Mineralöle als Weichmacher durch billige Teeröle ersetzen. Wenn im Herstellungsprozess von Gummi nämlich Kosten gespart werden sollen, dann wird die Basis, also der Kautschuk, mit Hilfe von Füllmitteln gestreckt. Allerdings wird der Gummi umso härter, je mehr Füllmittel verwendet werden. Damit das Material wieder weicher wird, kommen Mineralöle ins Spiel. Sofern saubere Öle verwendet werden ist dieses Vorgehen jedoch in der Regel unkritisch.
Beim Werkzeugkauf haben Verbraucher nur geringe Chancen nicht zu PAK-belasteten Produkten zu greifen. Der T ÜV Rheinland empfiehlt, dort wo es möglich ist auf Produkte mit dem GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit zu achten. Produkte mit einer zu hohen PAK-Konzentration erhalten das Prüfzeichen erst gar nicht. Weiterhin sollte man sich beim Einkauf von Werkzeug auch ein wenig auf die Nase verlassen. Gummi- oder Kunststoffprodukte, welche stark riechen oder gar stinken sollte man möglichst meiden, weil dies auf eine hohe PAK-Belastung hindeuten könnte.

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