
Foto: Dr. Reiner Schrage
Ein derzeit starkes Absterben von Buchsbaumtrieben hat die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen beobachtet. Verantwortlich dafür ist der Pilz namens Cylindrocladium buxicola zusammen mit einer feuchtwarmen Witterung. Er stellt nämlich eine erhebliche Bedrohung von Buchsbäumen dar. Übertragen werden die Sporen durch Wind. Sie dringen in Triebe und Blätter ein. Insbesondere frisch zurück geschnittene Buchsbäume bieten viele Eintrittspforten für die Poren des schädigenden Pilzes.
Mit Cylindrocladium buxicola befallene Pflanzen bekommen zuerst braune Blattflecken Strichelungen an den Trieben. Anschließend sterben ganze Triebe, Äste bis hin zu kompletten Pflanzen ab. Gefunden wurde der Erreger Cylindrocladium buxicola in Deutschland erstmals vor einigen Jahren.
Eine feuchtwarme Witterung trägt zur Verbreitung des Erregers bei. Zahlreiche der weißen Sporen findet man unter den Blättern in den feuchten Morgenstunden. Durch die anhaltende feuchte Witterung werden weitere Schäden erwartet.
Leider kann das erste Befallssymptom, die braun gefärbten Blätter, nur schwer erkannt werden. Fallen die Blätter oder gar Triebe bereits ab, dann ist der Befall schon recht weit fortgeschritten. In solchen Fällen müssen die befallenen Partien kräftig zurück geschnitten werden. Wichtig ist dann die sorgfältige Entsorgung der erkrankten Pflanzenteile. Auch das herab gefallene Laub sowie die oberste Erdschicht gilt es zu entfernen. Denn der Pilz kann im Boden nämlich mehrere Jahre überdauern.
Die Sorte Buxus sempervirens Suffruticosa ist besonders anfällig für den Cylindrocladium buxicola. Weil die Infektion durch Blattnässe begünstigt wird, sollten Buchsbäume (Buxus) wenn möglich vor allzu viel Feuchtigkeit geschützt werden.
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