(Bild: Dr. Wolfram Lobin, Uni Bonn) Der britische Generalforstinspektor Sir Dietrich Brandis, dessen Leben und Wirken eng mit der Stadt Bonn und dem Botanischen Garten der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn verbunden war, starb am 28. Mai 1907, also vor 100 Jahren. Aus diesem Anlass ist der nach im benannte Riesen-Bambus (Dendrocalamus brandisii) die Pflanze des Monats Juni.
Eigentlich gehört Bambus (Bambsoideae) zu den Gräsern. Diese Pflanzengattung bildet mit ihren rund 10.000 Arten die wichtigste Pflanzenfamilie. Zu den Gräsern zählen auch Getreide sowie Mais und Reis. Bei Bambus handelt es sich, vom Prinzip her, um viele Meter hohe, verholzte ¢â‚¬Å¾Getreide-Halme ¢â‚¬Å“. Bis zu 40 Meter hoch werden kann der Riesen-Bambus und erreicht dabei einen Umfang von etwa 80 Zenitmetern. Vorwiegend gedeihen die Bambus-Arten im tropischen und subtropischen Asien. In Deutschland kommt Bambus auch oft im Garten als Kübelpflanze vor. Es gibt aber auch spezielle Sorten die für den Wohnraum geeignet sind. Der so genannte ¢â‚¬Å¾Glücksbambus ¢â‚¬Å“ ist aber gar kein Bambus, sondern gehört aus botanischer Sicht zur Familie der Drachenbaumarten. Wer den Botanischen Garten der Uni Bomm am Poppelsdorfer Schloss besucht, kann ein Exemplar des prächtigen Riesen-Bambus am Haupteingang zu den Gewächshäusern bestaunen.

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