Foto: pixelio.de / Marc Tollas
Was früher mal modern war kommt wieder. Dieses Phänomen gilt nicht nur in der Textilmode, sondern auch in anderen Bereichen und Branchen. So erleben etwa im Bausektor historische Baustoffe wie beispielsweise alte Backsteine derzeit eine wahre Renaissance. Schließlich gibt es immer mehr Liebhaber, die ihrem neuen Haus ein nostalgisches Flair verleihen möchten.
Der Trend, dass private Bauherren immer öfter ihrer Immobilie durch historische Materialien einen authentischen Charme geben wollen, wurde von dem Immobilienportal Immowelt.de beobachtet. Schätzungen zufolge bieten in Deutschland etwa 150 Unternehmen solche Baustoffe an. Üblicherweise gelten alle Baustoffe als historisch, welche in der Zeit bis vor dem Zweiten Weltkrieg hergestellt wurden.
Wiederbelebt: Aus alt mach neu
Aus Abbruch- und Sanierungshäusern bergen spezialisierte Unternehmen Baustoffe und Bauelemente. Diese werden dann anschließend eingelagert. So lassen sich zum Beispiel auch frühere Renovierungssünden in der Denkmalpflege und Altbaurestaurierung beheben, in dem alte Türen, Fenster und Parkettböden eingesetzt werden.
Investition: Höhere Kosten
Wie das bei Antiquitäten so ist, müssen Liebhaber für die alten Bauteile tief in die Tasche greifen. Natürlich sind die historischen Materialien von den Preisen aus dem Baumarkt weit entfernt. Aber wenn man sie mit neuen handgefertigten Baustoffen vergleicht, dann können die historischen Elemente doch günstiger sein. Was die Vielfalt und Individualität angeht ist das mit den historischen Baustoffen allerdings nicht ganz so einfach. Es kann nämlich mitunter ganz schön schwierig werden die passenden Teile zu finden. Deshalb sollte man offen für Kombinationen sein, rät Immowelt.de. Einzelstücke sind oftmals nur in limitierten Stückzahlen erhältlich. Die Ausführung erweist sich umso schwieriger, je mehr Wert man auf eine gleiche Ausführung legt. In gleichem Maße erhören sich dadurch auch die Kosten.
Achtung: Nicht ganz ohne Risiko
Woran man jedoch bei alten Bauelementen denken sollte ist, dass diese auch Risiken bergen können. Immer wieder wurden diese Materialien nämlich mit problematischen Stoffen behandelt. So können zum Teil sogar giftige Substanzen enthalten sein. Stammen die alten Materialen aus einem Stall oder einer Werkstatt, dann besteht ein höheres Belastungsrisiko. Die besondere Schwierigkeit liegt darin, dass man von außen nicht erkennen kann, ob und wie Bauteile behandelt wurden. Um im Zweifelsfall wirklich sicher gehen zu können, sollte man eine Laboruntersuchung fordern.

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[...] aus der älteren Vergangenheit finden. Denn auch wenn sie nicht ganz billig sind liegen solche alten Baustoffe ‚ im Trend, weil sie einen ganz besonderen Charme [...]