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Jetzt ist noch die richtige Jahreszeit zum Renovieren. Vor allem deshalb, weil man die Fenster und Türen dauerhaft geöffnet lassen kann. Manche Räume können auch einen neuen Anstrich verkraften. Was früher eine Selbstverständlichkeit war, nämlich die Verwendung von Naturfarben, kommt allmählich wieder ins Bewusstsein der und gewinnt wieder mehr an Bedeutung. Im Gegensatz zu klassischen Anstrichen enthalten sie nämlich keine Lösungsmittel. Es ist sogar möglich einige Bio-Varianten selbst herzustellen.
Lehmfarben
Ohne dass sie Lösungsmittel oder Konservierungsstoffe enthalten zeichnen sich Lehmfarben durch eine gute Deckkraft aus. Weitere Vorteile von Lehmfarben sind unter anderem die Regulierung der Raumluftfeuchte, die Reduzierung der Schadstoffe in der Raumluft und noch dazu wirken sie antistatisch. Als Zutaten zur Herstellung von Lehmfarben braucht man Lehmpulver, Sand sowie faserige Zuschlagstoffe wie beispielsweise Strohhäcksel, Hanfputz- oder Flachsschäben. Lehmfarben können auf trockene, staub- und fettfreie Untergründe gestrichen werden. Als Werkzeuge für diese Arbeit eignet sich sowohl die Lasurbürste als auch die Farbwalze. Löcher oder Spachtelgrade sollte man auf jeden Fall vor dem Übertünchen ausbessern.
Leimfarben
Aber auch andere natürliche Wandfarben wie zum Beispiel Leimfarben kann man auch selber zusammenmixen. Dazu benötigt man Wasser, pflanzlichen Leim und Pigmente. Diese Farben sind allerdings nicht wasserfest. Das heißt sie sind nicht für Feuchträume geeignet. Aber sie decken gut und bilden einen kreidigen Effekt an der Wand.
Kalkkaseinfarben
Zu den Naturfarben gehören auch die so genannten Kalkkaseinfarben. Im Gegensatz zu Leimfarben kreiden diese nicht ab. Außerdem lassen sie sich mehrfach überstreichen. Zur Herstellung von Kaseinfarbe braucht man Kalk, Pigmente und Magerquark. Innerhalb einer halben Stunde ist die Farbe fertig. Sollen damit auch Feuchträume gestrichen werden, dann mischt man noch einige Tropfen Leinölfirnis darunter. Damit bekommt man eine nahezu wasserfeste Oberfläche.
Als Pigmente kann man farbige Erd- und Mineralpigmente oder auch Kreide beziehungsweise Marmormehl verwenden. Und ganz gleich ob selbst hergestellt oder fertig gekauft, Naturfarben liegen derzeit stark im Trend.

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