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Bei Jostabeeren (Ribes nidigrolaria) auch Jochelbeeren genannt handelt es sich um eine Kreuzung aus schwarzen Johannisbeeren (Ribes Nigrum) und Stachelbeeren (Ribes uva crispa). Josta vereint in sich gewissermaßen die Vorteile dieser beiden Obstsorten. So hat der Jostastrauch beispielsweise auch keine Dornen. Seine Beeren sind vom Aroma her vergleichbar mit denen der schwarzen Johannisbeere. Jostabeeren sind jedoch weniger herb aber dafür deutlich größer als die Früchte der Ribes Nigrum. Außerdem ist der Jostastrauch selbstbefruchtend.
Wissenswertes
Dieses steinbrechartige Gewächs passt sogar in kleinste Gärten, denn es benötigt lediglich einen Platz von etwa drei Quadratmetern bei einem Pflanzabstand von zweieinhalb Metern. Jochelbeeren sind weitgehend resistent gegen Blattfallkrankheit, Johannisbeer-Gallmilbe sowie gegen Rost und Mehltau. Allerdings können Spätfröste unter Umständen zu Schäden führen. Josta bevorzugt einen tiefgründigen, durchlässigen Boden sowie ein mäßige Kompostgabe. Der ideale Standort ist vollsonnig. Trockenheit wie auch Staunässe sollten jeweils vermieden werden. Vermehren lässt sich diese Beerenobst-Art über Stecklinge oder auch über Absenker.
Einpflanzen
Die beste Pflanzzeit für Josta ist zwischen August bis Oktober. Vor dem Pflanzen sollte man die wurzelnackten Ballen in einige Zeit ins Wasser stellen. Zum Setzen selbst hebt man an einem sonnigen Standort eine Grube aus. Diese muss mindestens doppelt so groß wie der Wurzelballen sein. Vor dem Einsetzen schneidet man die Wurzeln leicht ein und zwar so, dass die Schnittflächen nach unten zeigen. Den Ballen gibt man dann in das Loch und füllt das ganze mit dem Aushub, welcher etwa mit Kompost vermischt wurde auf. Die Triebe kürzt man um rund zwei Drittel ein, etwa fünf Triebe sollten übrig bleiben.
Schneiden
Grundsätzlich sollte man für den Schnitt folgendes wissen: Josta fruchtet am einjährigen wie auch am mehrjährigen Holz. Am mehrjährigen Holz bildet sie willig Kurztriebe. Generell gilt, dass nur wenige Schnittmaßnahmen erforderlich sind. Überhaupt braucht man erst nach dem dritten Standjahr zur Schere greifen. Nach der Ernte wird der Strauch mäßig ausgelichtet. Entfernen sollte man bodennahe, überhängende und sehr starke Triebe ebenso wie Triebe, welche mehr als sechs Jahre alt sind. Ein Strauch, der im Ertrag steht, sollte ungefähr aus acht bis zwölf Gerüst- ƒsten bestehen. Diese sollten gut im Strauch verteilt sein.

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