Gelb-grün-schwarz-gestreifter Buchsbaumschädling

Foto: Dr. Reiner Schrage

Foto: Dr. Reiner Schrage

In Nordrhein-Westfalen hat sich in Hausgärten und öffentlichen Parkanlagen in den vergangenen Jahren ein neuer Schädling breit gemacht. Das teilte die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit. Die Rede ist von der Raupe des Buchbaumzünslers (Diaphania perspectalis). Dieser stammt aus Ostasien und hat es auf die Blätter sowie auch auf die Rinde von Buchsbäumen abgesehen. Erstmals aufgetreten ist der Kleinschmetterling in Baden-Württemberg. Selbst große Buchsbäume bringt dieser Schädling zum Absterben.

Bis zu fünf Zentimeter lang können die gelb-grün-schwarz-gestreiften Raupen des Buchbaumzünslers werden. Die Raupe beginnt mit ihrem Fraß bereits im zeitigen Frühjahr. Wenn der Buchsbaum davon befallen ist, dann sind rasch Gegenmaßnahmen einzuleiten, weil sich der Schädling rasch vermehrt. Denn die China-Raupe bildet im Jahr mehrere Generationen, welche dann den Buchsbaum in kurzer Zeit kahl fressen können. Die Raupen des Buchsbaumzünslers bilden typischerweise dichte Gespinste.

Leider ist die Bekämpfung dieses Schädlings nicht ganz einfach. Pflanzenschutzexperten zu Folge arbeiten sich die Tiere nämlich von innen nach außen vor. Ehe der Schaden überhaupt sichtbar wird, ist die Pflanze oftmals schon zerstört. Gerade bei großen Buchsbäumen mit dichtem Laub ist es nicht ganz einfach den inneren Bereich zu benetzen. Die Raupen schützen sich zudem durch ihre dichten Gespinste und sind deshalb nur schwer durch Pflanzenschutzmittel zu erfassen.

Der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen rät Haus- und Kleingärtnern zunächst dazu die Raupen abzusammeln und die Gespinste und Befallsnester herauszuschneiden. Die Experten empfehlen weiterhin die Entsorgung über die Biotonne.

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