Garten

Birnenernte beginnt

Foto: pixelio.de / summer of 69

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Jetzt beginnen die Obstbauern wieder mit der Birnenernte. Obstanbauer erwarten nach dem schönen April und dem warmen Sommer einen Ertrag, der sich auf dem Niveau der Vorjahre einpendelt. Insgesamt fristen Birnen, im Vergleich zu ƒpfeln eher ein Nischendasein. Wie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen berichtet, entspricht die Anbaufläche der Birnen mit gut 2.000 Hektar gerade einmal 4,5 Prozent der deutschen Obstanbaufläche (47.000 Hektar). Trotzdem können sich die Birnenfans nun wieder auf die süßlich-weiche Frucht freuen.

Der größte deutsche Birnenanteil gedeiht mit 760 Hektar in Baden-Württemberg gefolgt von Niedersachsen auf Platz zwei. Bei europäischen Birnenproduzenten haben vor allem die Südländer Italien, Spanien und Portugal die Nase vorn.

Apropos Nase, dieses Sinnesorgan spielt beim Testen des Reifegrades eine wichtige Rolle. Ob das süß-saftige Kernobst den richtigen Reifegrad hat, kann man nämlich erschnuppern. Reife Früchte strömen ein ganz typisches feines Aroma aus. Riecht die Frucht nach Birne und ist sie am Stielende etwas weich, dann ist sie genau richtig.

Birnen sind relativ druckempfindlich, werden schnell weich und kurz darauf sogar überreif. Daher müssen sie punktgenau im ¢â‚¬Å¾hartreifen ¢â‚¬Å“ Zustand vom Baum gepflückt werden. Genussreif werden sie dann entweder im Handel oder auch zuhause auf dem Küchentisch. Weil vollreife Birnen nicht lagerfähig sind, sollte man davon jeweils nur kleine Mengen kaufen.

In der Küche lassen sich die süßlichen Früchte in den unterschiedlichsten Variationen verarbeiten. In ihnen steckt ein hoher Gehalt an den Vitaminen der B-Gruppe außerdem enthalten sie auch Folsäure und an Kalium. Weiterhin enthalten sie viel Pektin. Dieser Ballaststoff regt die Verdauung an. Genau wie bei ƒpfeln sitzen auch bei der Birne viele der wertvollen Inhaltstoffe direkt unter der Schale. Deshalb sollte man auch dieses Kernobst mitsamt der Schale verzehren.

Mehr als 1.000 verschiedene Birnensorten gibt es weltweit. Die hierzulande sicherlich bekannteste Sorte ist ‘Williams Christ’, aus ihr wird der gleichnamige Schnaps gebrannt. Im Obsthandel spielen jedoch nur rund zehn Sorten eine Rolle. Dazu gehört etwa ¢â‚¬Å¡Alexander Lucas ¢â‚¬â„¢, die süß schmeckt und eine leicht würzige Note hat. Die dickbauchige Sorte ‘Abate Fetel’ zeichnet sich durch ein saftiges Fruchtfleisch und milden Geschmack aus. Auf ihrer Sonnenseite zeigt sich die ‘Gute Luise’ rotpunktiert und das festere Fruchtfleisch der ¢â‚¬Å¡Köstliche von Charneux ¢â‚¬â„¢ schmeckt süß.

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