Haus

Wenn der VW im Keller Strom und Wärme erzeugt

Foto: ZuhauseKraftwerk  ‚ © Thomas Liebig

Foto: ZuhauseKraftwerk ‚ © Thomas Liebig

Eine weltweit exklusive Energie-Partnerschaft haben Volkswagen und das Energieunternehmen LichtBlick am Mittwoch in Salzgitter vereinbart. Der unabhängige Energieversorger LichtBlick vertreibt und vernetzt die von Volkswagen produzierten Blockheizkraftwerke ¢â‚¬Å¾EcoBlue ¢â‚¬Å“. Dabei handelt es sich um hocheffiziente Erdgasmotoren. Mit diesem so genannten ¢â‚¬Å¾ZuhauseKraftwerk ¢â‚¬Å“ hält demnächst in deutsche Keller ein neues, intelligentes Konzept der Wärme- und Stromversorgung Einzug.

SchwarmStrom

Der besondere Clou der ZuhauseKraftwerke ist die Möglichkeit der Vernetzung. Es können damit künftig nicht mehr nur einzelne Häuser mit Wärme versorgt werden, sondern sie lassen sich mit anderen zu einem modernen Großkraftwerk verbinden. Das ganze kann man sich dann vorstellen wie einen Fischschwarm, bei dem viele kleine Einheiten zu einer leistungsfähigen Gemeinschaft werden, wodurch SchwarmStrom erzeugt wird. 100.000 ZuhauseKraftwerke wird LichtBlick zu Deutschlands größtem Gaskraftwerk vernetzen.

Regenerative Quellen

Dank der effizienten Volkswagen-Technologie kann man mit dem ZuhauseKraftwerke im Erdgasbetrieb gegenüber der herkömmlichen Wärme- und Stromerzeugung bis zu 60 Prozent CO2 einsparen. In Zukunft möchte LichtBlick die Anlagen dann sogar mit regenerativem Biogas betreiben, damit diese klimaneutral laufen. Expertenschätzungen zu Folge soll bis 2020 fast die Hälfte des Stroms über regenerativen Ressourcen erzeugt werden.

Start im Frühjahr 2010

Der Auftakt der ZuhauseKraftwerke beginnt zunächst in Hamburg, wo im Frühjahr 2010 die ersten Anlagen eingebaut werden sollen. Mit einem Installationszuschuss von 5.000 Euro beteiligt sich der Kunde. Schritt für Schritt will LichtBlick dann den Vertrieb auf das ganze Bundesgebiet ausweiten.

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  1. [...] Um rentabel mit einem solchen kleinen Kraftwerk zu arbeiten, wird eine möglichst große Betriebsstundenzahl vorausgesetzt. Diese sollte in der Regel mindesten 4000 Stunden pro Jahr betragen. Allerdings kommen auf eine solche Zahl jedoch nur Haushalte mit einem besonders hohen und konstanten Wärmebedarf. Eher abzuraten ist von einem Einbau eines Mini-BHKW in ein gut gedämmtes, kleines Energiesparhaus. Für ein Mini-BHKW, welches ein Einfamilienhaus versorgen soll, muss man je nach Modell mit Kosten zwischen 13.000 und 30.000 Euro für Anschaffung und Installation kalkulieren. Der Einbau einer vergleichbaren mit Gas oder Öl betriebenen Brennwertheizung erscheint dagegen mit etwa 10.000 Euro deutlich günstiger. Die aber erzeugt natürlich keinen Strom im Keller. [...]

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