Absolut faszinierend: Die Passionsblume

Foto: Christine Schonschek

Foto: Christine Schonschek

Hat man eine Blüte der Passionsblume entdeckt, dann möchte man den Blick nicht mehr davon lassen. Zumindest geht es mir so mit dieser wundervollen Kletterpflanze, die aus den wärmeren Zonen Amerikas stammt. Dort wächst sie in freier Wildbahn während sie in Mitteleuropa gerne als Zimmerpflanze gesehen ist, weil sie so faszinierende Blüten hat. Aber auch als Kübelpflanze, an einem nicht allzu kleinen Spalier oder der Hauswand sehen Passionsblumengewächse (Passifloraceae) einfach schön aus.

Wie sie zu ihrem Namen kam

Ihren Namen verdankt die Passionsblume ihren zahlreichen Pflanzenmerkmalen, die mit den Leideswerkzeugen Christi in Verbindung gebracht wurden. Die drei Narben stehen für die Nägel, die fünf Staubbeutel für die Wundmale Christi. Der Strahlenkranz wird mit der Dornenkrone assoziiert, der gestielte Fruchtknoten mit dem Kelch, die drei-lappigen Blätter mit der Lanze und die Ranken mit den Geißeln.

Sie liebt es sonnig und warm

Halt kann man den langen Trieben der Pflanze am besten mit einem nicht allzu kleinen Spalier oder durch eine Hauswand geben. Überhaupt man sie im Sommer auch gerne draußen sein. Sofern dies nicht möglich ist braucht die Zimmerpflanze viel frische Luft. Die Passionsblume erfreut den Gärtner mit einer üppigen Blühfülle, wenn sie an einem sonnigen, warmen Standort steht. Während der Wachstumszeit benötigt die Passiflora viel Wasser – Staunässe mag sie wie viele andere Pflanzen jedoch gar nicht. Am besten gönnt man ihr einmal pro Woche eine Düngegabe. Jetzt im Herbst sollte man allerdings die Wasser- und Düngergabe allmählich reduzieren. Nach einem kräftigen Rückschnitt schickt man die Passionsblume dann in die Winterruhe – bei niedrigen Temperaturen und recht wenig Wasser. Umtopfen und erneut düngen sollte man sie dann im Frühjahr.

Leckere Früchte

Einige der zahlreichen Passionsblumen-Arten bringen essbare Früchte hervor, die botanisch gesehen zu den Beeren gehören. Bekannt sind vor allem die Maracuja/Passionsfrucht (Passiflora edulis) sowie die Grenadilla (Passiflora ligularis).

Überwintern und vermehren

Manche Arten beziehungsweise Sorten sind sogar in der Lage in geschützten Lagen im Freien zu überwintern. Kälter als etwa minus 10 Grad Celsius sollte es dann aber nicht werden. In solchen Lagen sollte man trotzdem die Passionsblume mit Hilfe einer dicken Mulchschicht aus trockenem Laub isolieren. Im Winter sterben die oberirdischen Pflanzenteile zwar ab, doch im Frühling treibt die Pflanze erneut aus. Vermehren kann man die Passionsblume durch Stecklinge oder Samen. Aus den im Handel erhältlichen Früchten Maracuja oder Granadilla kann man sehr gut Samen gewinnen. Da deren Keimfähigkeit jedoch recht begrenzt ist, sät man sie am Besten direkt wieder aus. Für die Vermehrung über Kopfstecklinge ist der Frühsommer ideal, weil zur Bewurzelung eine Temperatur von 20 Grad optimal ist. Direkt unterhalb eines Blattknotens schneidet man die 10 bis 15 Zenitmeter langen Stecklinge ab, welche nicht zu weich sein sollten. Anschließend gibt man gleich mehrere Stecklinge, bei denen man vorher die unteren Blätter entfernt hat, in einen Topf mit feuchter Erde.

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