Foto: pixelio.de / Gabi Schoenemann
Von außen lockern Gauben als attraktives Gestaltungselement die Dachfläche auf. Doch damit nicht genug – was unter Umständen noch viel wichtiger ist – entsteht durch den Einbau von Gauben direkt unter dem Dach ein geräumiger, freundlich heller Wohnraum. Es gibt zahlreiche phantasievollen Formen und Proportionen. Angefangen von der wohl recht bekannten Giebelgaube über die Schlepp-, Spitz-, Trapez- und Walmgaube bis hin zu schwungvollen Formen wie die Rund- und Fledermausgaube gibt es mit Sicherheit für jeden Geschmack und Haustyp die passende Form.
Der Begriff ‚ “Gaube” geht zurück auf das mittelhochdeutsche Wort “Gupf(e)” was soviel wie Gipfel bedeutet. Unter Gaube versteht man also ein aus dem Dach heraus ragendes, senkrecht stehendes Dachfenster.
Vielfalt unter dem Dach
In verschiedenen Zeitepochen haben sich – zum Teil auch regional verschieden – unterschiedliche Varianten von Gauben entwickelt. Beispielsweise sind Sattel-, Walm- oder Giebelgauben insbesondere während der Renaissance und im Barock entstanden und wurden dann im Klassizismus vollendet. Heute finden sich oft auch noch Rund- und Spitzgauben. Vor allem die extravagante Fledermausgaube öffnet die Dachfläche wie in einer fließenden Linie. Diese Form kommt übrigens ohne Gaubenwangen aus. Seltener wird diese Form auch Froschmaulgaube oder Ochsenauge genannt.
Gaube contra Dachflächenfenster
Gauben vergrößern den Raum unter dem Dach, verändern aber gleichzeitig auch die Optik des gesamten Gebäudes. Deshalb sind sie im Vergleich zum Dachwohnfenster in den meisten Fällen genehmigungspflichtig. Nachteilig wirken sich bei der Gaube auch die höheren Kosten aus. Standard-Dachwohnfenster sind meist deutlich kostengünstiger aus Gauben. Die Lichteinstrahlung der Gaube ist verglichen mit der eines Dachflächenfensters zwar etwas geringer, dafür ist jedoch bei der Gaube auch eine geringere Aufheizung des Innenraums vorteilhaft.

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