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Wer auch im Winter blühende Duftpflanzen in seinem Garten haben möchte, sollte jetzt zum Spaten greifen. Denn jetzt im Spätherbst ist noch Zeit, um solche “Winterdufter” zu pflanzen. Sie trotzen der Kälte und erfreuen in der dunklen Jahreszeit die Nase mit ihren wohlriechenden Blütendüften. Auch wenn die Vielfalt der Blütendüfte im Winter deutlich geringer ist als Frühling oder Sommer sind, kann man sich trotzdem an den blumigen, süßlichen Aromen erfreuen, welche oftmals als sehr intensiv und warm wahrgenommen werden.
Grundlage für intensives Aroma
Die Intensität beziehungsweise die Wahrnehmung dieser Düfte hängt stark von der jeweiligen Witterung und dem Standort der Pflanzen ab. Ideale Entfaltungsbedingungen stellen für die Blütendüfte feuchte Luft und milde Temperaturen dar. Nicht besonders wahrzunehmen sind sie, wenn ein trockener und eisiger Wind durch den Garten weht. Damit man diese winterlichen Gartendüfte entsprechend genießen kann, wird eine geschickte Gartenplanung vorausgesetzt. Optimale Standorte für diese winterblühenden Kostbarkeiten sind geschützte Ecken oder auch Hauswände. Am besten pflanzt man duftenden Winterblüher recht nah an das Haus. Entweder unter ein Fenster auch in die Nähe des Eingangs.
Warmes Aroma von immergrünen Sträuchern
Üppig fallen die Blüten der “Winterdufter” zwar meist nicht aus, doch dafür ist der Duft oft umso intensiver. Von Dezember bis März etwa verströmen die winzigen, weißen Blüten der Duftenden Fleischbeere (Sarcococca humilis) einen warmen Honigduft. Was die Pflege anbelangt ist der kleine immergrüne Strauch recht anspruchslos. Ebenfalls einen süßlichen Duft verbreiten die sternförmigen Blüten des Seidelbasts (Daphne odora). Die weißen, rosafarbenen oder roten Blüten zeigen sich zwischen Februar und April. Auch dieser Winterblüher gehört zu den immergrünen Sträuchern. Es gibt ihn in verschiedenen Größen und Blütenfarben.
Duftende, zarte Blüten an kahlen Ästen
Aber auch die zotteligen kleinen Blüten der Zaubernuss (Hamamelis mollis) verwöhnen die Nase mit einem starken Aroma. Allerdings kann je nach Sorte die Intensität des Dufts variieren. Die kahlen Zweige der Zaubernuss erhalten manchmal schon im Dezember einen ungewöhnlichen Schmuck durch die bizarren Blüten. Wer Marzipanduft liebt sollte im winterlichen Aromagarten auf keinen Fall auf den Winterschneeball (Viburnum x bodnantense) verzichten. Dieser macht sich mit seinen dunkelrosa Blüten an den ansonsten kahlen Ästen sogar optisch sehr dekorativ.
Weitere Winterblüher
Weitere winterblühende Duftpflanzen sind etwa Scheinhasel (Corylopsis pauciflora), Mahonie (Mahonia x media) oder Winterjasmin (Jasminum nudiflorum). Allerdings sollte man vor allem im Familiengarten beachten, dass einige wie zum Beispiel die Duftende Fleischbeere zu den Giftpflanzen gehören.
