Wie viele sind im Garten drin?
(Bilder: W. Schön/BUND) Luftig leicht und herrlich bunt flattern sie von Blüte zu Blüte, die Rede ist von den Schmetterlingen. Doch in vielen Ländern Europas sind etwa bis zu 80 Prozent der Tagfalter gefährdet. Deshalb veranstaltet der BUND Deutschland gemeinsam mit vier weiteren europäischen Ländern am 23. und 24. Juni den internationalen Faltertag. Dabei rufen die Naturschutzorganisationen zur so genannten “Volkszählung der Schmetterlinge” auf. Somit könnte man das altbekannte Kinderlied umformulieren in: “Schmetterling, du kleines Ding. Wie viele sind im Garten drin?”. Um den eigenen Garten oder Balkon in ein Schmetterlingsparadies zu verwandeln, gilt es ein paar einfache Grundregeln zu beachten.
Die Basis für eine grüne Zone in denen sich die zarten Falter wohl fühlen bildet die Auswahl der richtigen Pflanzen. Das sind alle Pflanzen, die auf Bestäuber angewiesen sind und den Schmetterlingen Nektar anbieten. Zierpflanzen die keinen Nektar geben sind also ungeeignet für einen Schmetterlingsgarten. Besser dagegen ist beispielsweise eine Wiese mit Wildblumen. Doch ehe ein schöner Falter durch den Garten schweben und sich von Nektar ernähren kann, muss die Schmetterlingsraupe sich erst an Blättern statt fressen bevor sie sich verpuppt.
Und weil Schmetterlinge nur in einer Umgebung länger bleiben, in der entsprechende Fraßpflanzen für ihren Nachwuchs vorhanden sind, müssen diese zum einen gepflanzt und zum anderen auch der Blattfraß akzeptiert werden. Um sich über die verschiedenen Pflanzen, die als Nahrungsquelle für Schmetterlinge und ihre Raupen geeignet sind, zu informieren stellt das Bundesamt für Naturschutz unter FloraWeb eine entsprechende Datenbank allen Interessierten zur Verfügung. Wer bei der Falterzählung mitmachen möchte findet weitere Informationen sowie Zählbögen bei den BUND-Gruppen vor Ort oder unter www.bund.net/faltertage.