Pappeln: Gut fürs Klima

Foto: pixelio.de / RainerSturm

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Der Anbau nachwachsender Rohstoffe wird seit mehreren Jahren vorangetrieben. Sie haben nämlich den Vorteil, dass sie CO2-neutral und deshalb klimafreundlich sind. Insgesamt soll allerdings die Energiebilanz von einjährigen Kulturen, wie Roggen, Weizen oder Raps nicht ganz so günstig sein. Das liegt daran, dass ausreichende Biomasseerträge nur mit sehr hohen Stickstoffgaben erreicht werden können. Allerdings erfordert die Stickstoffherstellung einen verhältnismäßig hohen Aufwand an Energie. Während der Produktion und nach der Ausbringung entsteht Distickstoffoxid. Dieser auch unter der Bezeichnung Lachgas bekannte Stoff ist jedoch deutlich klimaschädlicher als Kohlendioxid. Daher werden mit mehrjährigen Gehölzkulturen wie Pappeln oder Weiden Versuche gemacht.

Vor allem Pappeln können in Form von Pellets zum Heizen verwendet werden.  Holzpelletheizungen sind umweltfreundlich. Einige von ihnen sind sogar mit dem Umweltzeichen “Blauer Engel” ausgezeichnet. Eine Übersicht dazu findet man unter www.blauer-engel.de/de/produkte_marken/produktsuche/produkttyp.php?id=204

Pappeln, die auch zu den schnell wachsenden Laubbaumarten gehören, sind außerdem noch recht anspruchslos. Bei ihrer Verbrennung soll deutlich weniger Lachgas entstehen als bei anderen Energiepflanzen.

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) beschäftigte sich in einem mehrjährigen Forschungsprojekt mit Pappeln und Weiden. Dabei kam ein weiterer Vorteil dieser Gehölzarten zum Vorschein. Der Ertrag im ersten Vegetationsjahr ist auch dann nicht zurückgegangen, als den Pflanzen deutlich weniger Stickstoff gegeben wurde oder sie auch überhaupt nicht gedüngt wurden. Doch nun möchte man noch herausfinden, ob die natürlichen Stickstoffeinträge sowie die Mobilisierung im Boden genügt, damit der Ertrag gehalten werden kann. Falls dies der Fall ist könnte die Pappel zur klimaschonenden Energiepflanze Nummer Eins werden.

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