Foto: Christine Schonschek
In der Zeit zwischen Mitte November bis Anfang Januar – also wenn sich die Heckensträucher in Saftruhe befinden – kann man diese gut durch Steckhölzer vermehren. So bekommt man eine Hecke zum Nulltarif. Allerdings kann es den Gärtner – je nach Wuchsgeschwindigkeit der jeweiligen Hecke – doch einiges an Geduld kosten bis der Steckling eine entsprechende Wuchshöhe erreicht hat. Durch Steckhölzer können verschiedene Heckenpflanzen vermehrt werden, wie zum Beispiel Forsythie, Kornelkirsche, Heckenzypresse, Liguster, Weiden und Zwergmispel.
Aber nicht nur Hecken sondern auch andere Gehölze können durch Steckhölzer vermehrt werden wie beispielsweise Berberitze, Efeu, Schlehe, Feldahorn und Weißdorn.
Beim Liguster, der sehr schnell wächst, sollte man die 20 Zentimeter langen Steckhölzer im oberen Drittel abschneiden. Schneiden sollte man die Steckhölzer am besten nur an frostfreien Tagen. Damit man später die Steckhölzer nicht verkehrt herum in die Erde gibt, empfiehlt es sich eine praktische Markierung vorzunehmen. Unterhalb eines Knospenpaars schneidet man das Holz schräg ab und oberhalb gerade. Alternativ kann man die Oberseite auch mit einem Bändchen markieren.
Anschließend sollte man den Boden – sofern dieser nicht gefroren ist – auflockern und Unkraut entfernen. In einem Abstand von zehn Zentimetern steckt man die Stecklinge in Reihen in den Boden. Alternativ zum Freiland kann man die Steckhölzer auch in einen Eimer mit Sand geben und diesen in einer ungeheizten Garage überwintern. Ist der Boden aufgetaut, kann man die Steckhölzer ins Beet oder auch in große Pflanzgefäße geben. Die Hälfte bis drei Viertel der Länge der Steckhölzer sollte im Boden verschwinden.
Wichtig ist, dass die Erde nicht austrocknet. Sie bleibt besser feucht, wenn man rund um die Stecklinge etwas Rindenmulch gibt. Ob aus dem Steckholz etwas geworden ist, kann man dann im Frühsommer erkennen, wenn die Zweige Blätter oder Wurzeln ausgetrieben haben. Dann kann man sie auch umpflanzen.

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