Haus & Garten

Pflaster für den Baum: Baumwachs

Foto: pixelio.de / marika

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Manchmal ist es notwendig bei dem einen oder anderen Baum auch mal einen größeren Ast abzusägen. Etwa weil dieser zu nah ans Haus oder auch über die Grundstücksgrenze ragt. Dann muss die Schnittfläche verschlossen werden, um eine optimale Wundverheilung zu gewährleisten. Dafür verwendet man Baumharz. Dieses besteht meist aus einer Mixtur in der die Hauptbestandteile Wachs und Harz sind. Es hat in der Regel eine dickflüssige Konsistenz vergleichbar mit Honig.

Solches Baumwachs gibt es im Gartencenter zu kaufen. Alternativ kann man Baumwachs aber auch selber herstellen. Es gibt natürlich mehrere Rezepte dafür. Hier folgen zwei Rezept-Vorschläge.

Rezept-Vorschlag 1

100 g ausgelassenes Bienenwachs
100 g ausgelassener Rindstalg
300 g Kolophonium (oder ein anderes Baumharz)
50 ml Branntweinspiritus

Bienenwachs, Rindertalg und das Harz in einem alten Topf langsam flüssig. Anschließend giest man Spiritus und rührt ihn gut ein. Auch wenn man das Baumharz Kolophonium gegeben falls in der Apotheke bekommen kann, sollte man trotzdem beachten dass im Verdacht steht eine krebserzeugende Wirkung zu haben. Der eigenen Gesundheit zuliebe sollte man es besser durch ein anderes Baumharz wie etwa das Fichtenharz ersetzen.

Rezept-Vorschlag 2

500 g Fichtenharz
80 ml Weingeist

Das Fichtenharz langsam flüssig machen, den Weingeist zugießen und gut umrühren. Fertig.

Wer möchte, kann auch beim Förster fragen, ob es möglich ist von den Bäumen alte Harzgallen zu entfernen. Daran kleben dann zwar noch jede Menge Borkensplitter. Diese kann man dann aber beim Erwärmen aus dem Topf angeln. Das kaltflüssige Baumwachs kann man in verschlossenen Dosen oder Gläsern aufbewahren.

Eure Kommentare

1 Kommentar zu “Pflaster für den Baum: Baumwachs”

  1. Ein 3. Vorschlag für die, die grössere Mengen benötigen
    Günstig ist auch Latex Bindemittel (weiss ist Geschmacksache), ich nehme farblos mit Lehm und ein paar mg eines Fungizides dazu. Mit Wasser kann es “gestreckt” werden, solange es noch gut klebt, mit einem Pinsel grosse Schnittwunden bestreichen.

    Geschrieben von Horst Dopleb | 10. März 2011, 22:53

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