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Fast überall gedeiht der Efeu. Die immergrüne Kletterpflanze rankt sich an Fassaden, Bäumen oder an Zäunen hinauf. Weil der Efeu (Hedera helix) heilende Wirkung besitzt, wurde zur “Arzneipflanze des Jahres 2010″ ernannt. Die Auswahl der Arzneipflanze des Jahres nimmt seit 1999 jedes Jahr der Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde am Institut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg vor. Die Blätter und die Früchte des Efeu wurden bereits von den ƒrzten der Antike verwendet.
Heute wird ein Extrakt aus den Blättern zur Verbesserung von Beschwerden bei chronisch-entzündlichen Bronchialerkrankungen und bei akuten Entzündungen der Atemwege eingesetzt. Angewandt werden Efeu-Präparate aber auch bei Keuchhusten. Zu den medizinisch wirksamen Bestandteilen des Efeus gehören vor allem die Saponine.
Doch Vorsicht ist geboten: Wie viele Arznei- und Heilpflanzen ist auch der Efeu nicht ganz ungefährlich! Allergische Entzündungen können durch den Hautkontakt mit frischen Blättern und dem Saft verursacht werden. Aber auch die Beeren bergen ein Vergiftungsrisiko für Kinder. Der Verzehr kann zu Durchfall, Übelkeit und Erbrechen führen. Im familienfreundlichen Garten sollte man auf den Efeu besser ganz verzichten.
Allerdings erfreut sich der Efeu mit seinen unscheinbaren Blüten vor allem bei den Insekten einer großen Beliebtheit. Dies gilt vor allem dann, wenn die Efeublüten zu einem Zeitpunkt erscheinen, wenn sonst nur noch wenig blüht. Wenn also wie jetzt im Herbst nur noch wenige Nektarquellen zur Verfügung stehen sollte man blühenden Efeu nicht schneiden.

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