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Verbraucherzentrale warnt: Heizen mit Strom kommt teuer

Bild: Christine Schonschek

Bild: Christine Schonschek

Wer möchte jetzt in der kalten Jahreszeit keine warme Stube haben? Doch selbst dann wenn man von vermeintlich günstigen Nachtstrom-Tarifen profitieren kann, sollte man nicht nur allein mit Strom heizen. Darauf weist die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hin. Denn solche Strom betriebenen Heizungen können auf die Dauer ganz schön kostspielig werden. Blenden lassen sollte man sich aber auch nicht von den Aussagen, dass Elektrodirektheizungen schadstofffrei arbeiteten. Denn das ist zwar am Einsatzort selbst richtig. Denn bei der Stromerzeugung selbst – falls es sich nicht um Öko-Strom handelt – entstehen natürlich Abgase.

Der Energiereferent der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. Hans Weinreuter erläutert, dass das Heizen mit Strom weder wirtschaftlich noch umweltfreundlich ist. Vergleicht man den Ausstoß von CO2 und Schadstoffen wie Schwefeldioxid, Stickoxiden und Staub einer modernen Gas- oder Ölheizungen, liegt dieser bei einer Elektroheizung um das Zwei- bis Dreifache höher, stellte die Verbraucherzentrale fest.

Daher freut sich die Verbraucherzentrale über das Verbot von Nachtspeicherheizungen für Wohngebäude, welches jedoch mit langen Übergangsfristen verbunden ist. Dieses Verbot ist eine der Reglungen der novellierten Energieeinsparverordnung (EnEV), die am 1. Oktober 2009 in Kraft getreten ist. Demnach müssen in Wohngebäude mit mehr als fünf Parteien Nachtstromspeicherheizungen, die älter als 30 Jahre sind durch effizientere Geräte ersetzt werden. Dieser Austausch muss bis 2019 vollzogen werden.

Vor allem vor diesem Hintergrund sollen sich die Verbraucher nicht durch attraktiv klingende Werbebotschaften dazu verleiten lassen ihre Nachtspeicheröfen einfach nur durch Elektrodirektheizungen ersetzen zu lassen. Auf lange Sicht hin gesehen ist eine Umstellung auf andere Energieträger eher empfehlenswert.

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