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Wärme und Geborgenheit – mit diesen Begriffen wird Schafwolle seit jeher assoziiert. Ob Mützen, Schals, Socken oder Mäntel, Kleidungsstücke aus Schurwolle halten uns Menschen warm. Das weiß im Prinzip jeder, weniger bekannt ist die Schurwolle als Material zur Dämmung von Gebäuden. Formstabile Dämmplatten aus Schurwolle können sowohl für die Innen- als auch für die Außenisolierung verwendet werden. Vor allem wer beim Hausbau auf Gesundheit und Ökologie Wert legt sollte sich mit diesem nachwachsenden Rohstoff als Dämm-Material einmal ein weniger näher auseinander setzen.
Herstellung
Der ökologische Pluspunkt dieses Dämmstoffs liegt im Herstellungsprozess begründet. Bei der Herstellung von Schafwoll-Dämmplatten wird nämlich deutlich weniger Kohlendioxid ausgestoßen als bei der Herstellung von Dämmplatten aus Mineralwolle. Die Rohwolle wird bei der wenn sie zu Dämmplatten verarbeitet wird nadelverfilzt. Um den natürlichen Rohstoff vor Schädlingen zu schützen wird dieser mit einem Mottenschutzmittel, etwa einem Harnstoffderivat, behandelt. Je nach Produkt kann die Zusammensetzung der Zusatzstoffe etwas variieren.
Materialeigenschaften
Wolle ist von Natur aus leicht gekräuselt. Dadurch entsteht ein Volumen mit einem hohen Lufteinschluss zwischen den Fasern. Positiv zu bewerten sind außerdem die hohe Elastizität sowie das feuchtedynamische Verhalten der Schafwolle. Sie kann nämlich bis zu etwa 30 Prozent ihres Gewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne dass dadurch die Wärmeleitfähigkeit beeinträchtigt wird. Allerdings muss für gute Lüftung sichergestellt werden, damit die Feuchtigkeit auch wieder abgegeben werden kann. Wolle entzündet sich erst bei einer Temperatur zwischen 500 bis 600 Grad Celsius.
Verarbeitung
Schon beim Einbau überzeugen Schafwoll-Dämmplatten durch einen besonderen Vorteil, sie reizen nämlich weder die Haut noch die Schleimhäute. Stopfwolle kann man auseinanderzupfen, um damit in Ritzen oder Hohlräume zu schließen. Die Dämmstoffmatten können mit einem scharfen Messer in die gewünschte Größe geschnitten werden. Während man dünnere Bahnen auf der Unterkonstruktion verkleben kann, sollte man dickere Bahnen mit einem Tacker an den Konstruktionshölzern befestigen.

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