Foto: Christine Schonschek
Aus klassischem Weihnachtsgebäck wie zum Beispiel Leb- oder Pfefferkuchen sowie auch aus Punsch und Glühwein ist der exotische Aromageber eigentlich nicht wegzudenken. Doch die Blütenknospen des Gewürznelkenbaumes sind nicht nur in der weihnachtlichen Küche gefragt, sondern auch in der Medizin. Dort wird das ätherische Öl des Baumes eingesetzt gegen Zahnschmerzen sowie zur unterstützenden Behandlung von Diabetes und Rheumaerkrankungen. Damit begründet der Naturheilverein (NHV) Theophrastus seine Entscheidung, für die Wahl des Gewürznelkenbaum zur Heilpflanze des Jahres 2010.
Antibakteriell, schmerzstillend, entzündungshemmend sowie auch stark belebend wirkt das ätherische Öl auf den menschlichen Körper. Verwendet werden die aromatisch duftenden Gewürznelken auch zur Beseitigung von unangenehmem Mundgeruch. Sie regen den Appetit an und fördern die Verdauung.
Der Gewürznelkenbaum (Syzygium aromaticum) stammt ursprünglich von den Molukken, einer indonesischen Inselgruppe. Angebaut werden Gewürznelken heute vorwiegend in Madagaskar und Tansania. Der zu den Myrthengewächsen gehörende Baum kann eine Wuchshöhe von 10 bis 15 Meter erreichen. Die ätherischen Öle sind in allen Teilen des immergrünen Baumes enthalten. Am höchsten ist der Wirkstoffgehalt jedoch in den noch ungeöffneten Blütenknospen. Der Hauptbestandteil ist das – auch im Zimt enthaltene – leicht betäubend wirkende Eugenol. Während für die Gewürznelkengewinnung die Knospen getrocknet werden, sind für medizinische Anwendungen die Extrakte des ätherischen Öls aus den Blütenknospen und Blättern von Interesse.
In der deutschen Küche werden Gewürznelken vermehrt in den Wintermonaten in süßen aber ‚ auch in herzhaften Gerichten verwendet. Erhältlich sind die Nelken ganz, gemahlen oder auch als Öl. Ob es sich bei den Knospen um eine gute Qualität handelt kann man mit Hilfe zwei einfacher Tests nachprüfen, genauer mit der Fühl- und der Wasserprobe. Weil hochwertige Nelken nämlich besonders reich an ätherischen Ölen sind fühlen sie sich fettig an. Im Wasser schwimmen sie aufrecht oder gehen sogar unter. Anders ist dies bei minderwertigen Knospen, sie liegen waagrecht im Wasser.

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