
Foto: Christine Schonschek
Nicht nur jetzt in der Weihnachtsbäckerei wird die Vanille viel in der Küche verwendet, auch sonst wird das weich-warm schmeckende Gewürz gerne für verschiedenste Süßspeisen verwendet. Dazu wird das Mark aus der Schote der Echten Vanille (Vanilla planifolia) verwendet. Bekannt ist die Echte Vanille auch unter der Bezeichnung Bourbon Vanille. Doch woraus wird dieses exotische Gewürz eigentlich genau gewonnen?
Aus einer Orchideen-Gattung, die ursprünglich aus dem tropischen Mittelamerika kommt. Nur ungefähr 15 aus den etwa 100 Arten dieser Orchideen-Gattung eignen sich für die “Königin der Gewürze”. Darunter ist die Echte Vanille die wichtigste. Hauptsächlich wird sie auf Madagskar, den Komoren und Réunion angebaut. Den echten Geschmack der Vanille machen neben dem Vanillin und der Glucose noch rund 35 weitere Substanzen aus.
Die Blätter der Vanilla planifolia sind elliptisch und dickfleischig. Die weiß-gelbliche Blüte ist zwar eher unscheinbar, duftet dafür aber sehr. Nach der Bestäubung entwickeln sich aus den Blüten die 15 bis 20 Zentimeter langen Samenkapseln, welche als Vanilleschoten bekannt sind. Manche Gärtnereien, wie zum Beispiel die Klostergärtnerei Maria Laach bieten die Echten Vanille zum Kultivieren für zuhause an. Allerdings benötigt die schnell wachsende Kletterpflanze eine Rankhilfe. Alternativ kann man sie auch in einen Ampeltopf setzen. Als Pflanzsubstrat kann man sowohl spezielle Orchideen-Erde als auch normale Blumenerde verwenden. Der Standort sollte für diese exotische Nutzpflanze halbschattige bis schattige sein. An diesem Plätzchen herrschen idealerweise Temperaturen von mindestens 20 Grad Celsius.
Die Gewürzpflanze sollte gleichmäßig feucht gehalten werden. Empfehlenswert ist wie auch bei anderen Exemplaren aus der Familie der Orchideen (Orchidaceae) den Pflanztopf für kurze Zeit ins Wasser zu tauchen und danach gut abtropfen zu lassen. Staunässe sollte man nämlich auf jeden Fall vermeiden. Regelmäßig gönnt man der Pflanze kleine Dünge-Gaben.
Allerdings gehört schon ein echt grüner Daumen sowie ein Quentchen Glück dazu, dass die Vanille in der Wohnung tatsächlich blüht. Trotzdem wird es den einen oder anderen Orchideen-oder Vanille-Freund bestimmt in den Fingern kribbeln, um das Projekt “Anzucht einer Vanilla planifolia” anzugehen. Vermehren kann man die Kletterpflanze über Kopf- und Wurzelstecklinge.
