
Bild: Christine Schonschek
Mit dem Erwerb beziehungsweise dem Bau eines Eigenheimes sind erhebliche finanziellen Belastungen verbunden. Um diesen Traum tatsächlich in die Tat umsetzen zu können ist es von Vorteil, die wichtigsten Fördermöglichkeiten im Blick zu haben. Der Staat hilft beim Aufbau von Eigenkapital, bei der schnelleren Tilgung von Darlehen und unterstützt spezielle Baumaßnahmen durch zinsgünstige Kredite.
Wohnungsbau-Prämie
Bausparen lohnt sich, denn der Staat belohnt Bausparermit der Wohnungsbauprämie. Zu den eigenen Sparleistungen (von jährlich mindestens 512 oder 1024 Euro (Verheiratete)) gibt der Staat eine maximale jährliche Prämie: 45 Euro für Alleinstehende, 90 Euro für Eheleute. In Anspruch nehmen können Bausparer diese Prämie dann wenn ihre jährliche Einkommensobergrenze 25.600 Euro bzw. 51.200 Euro bei Verheirateten nicht übersteigt.
Wohn-Riester
Den Bau oder Kauf von selbst genutztem Wohneigentum unterstützt der Staat durch die Wohn-Riester-Förderung. Förderfähig werden dabei Einzahlungen, also Spar- und Tilgungsleistungen auf zertifizierte Riester-Bausparverträge. Wer vier Prozent seines Bruttoeinkommens des Vorjahres für die Altersvorsorge zurücklegt, der bekommt 154 Euro Grundzulage. Der Maximalbetrag liegt bei 2.100 Euro inklusive Zulagen. Pro kindergeld-berechtigtem Kind bekommt die Familie 185 Euro. Je Kind, welches nach dem 31.12.2007 geboren wurde, gibt es sogar 300 Euro.
Förderung von erneuerbaren Energien
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) möchte durch seine Förderung von erneuerbaren Energien Marktanreize schaffen. Unterstützung in Form von Investitionszuschüssen bekommen Bau- und Sanierungswillige für die Installation von Biomasseheizungen, Wärmepumpen und Solarkollektoranlagen. Mehr Informationen sowie eine Übersicht über die vielfältigen Förderungsmaßnahmen bekommt man unter www.bafa.de.
Energieeffizienz rechnet sich
Durch zinsvergünstigte Kredite unterstützt die KfW-Förderbank alle, die energiesparend bauen oder modernisieren. Möglich sind direkte Zuschüsse im Höchstfall von bis zu 75.000 Euro. Prinzipiell gilt, je mehr in energiesparende Technik investiert wird, umso niedriger wird der zu zahlende Zinssatz. Beantragen kann man die Fördermittel für Neubauten als auch für Umbaumaßnahmen über die Hausbank oder Bausparkasse.
Barrierefreies Bauen
Wer sein Wohneigentum so umbauen will, dass es barrierefrei wird, kann von der KfW-Förderbank mit bis zu maximal 50.000 Euro unterstützt werden. Welche Mindestanforderungen dafür eingehalten werden müssen, kann man unter www.kfw-foerderbank.de nachschauen. Auch der Antrag für diese Förderung muss über ein Kreditinstitut erfolgen.
Wohnungsbauförderung der Länder und Kommunen
Eigene Fördermaßnahmen bieten die einzelnen Bundesländer an, wobei unterschiedliche Ansätze verfolgt werden. Aber auch in den Gemeinden und Kommunen gibt es zum Teil Förderungsmöglichkeiten. Ob der eigene Wohnort dazu gehört kann man über die Datenbanken www.aktion-pro-eigenheim.de oder www.foerderdata.de recherchieren.

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