
Bild: Christine Schonschek
Eigentlich gibt es heutzutage kaum noch Bodenbelags-Arten, die nicht für eine Fußbodenheizung geeignet sind. Das heißt aber noch lange nicht, dass alle Fußbodenbeläge für die wohlige Wärme von unten geeignet sind. Entscheidend ist hierfür der Wärmedurchlass-Widerstand. Beim Einkauf sollte man also auf die entsprechende Eignung achten. Weil sie mittlerweile so vielfältig und einfach zu installieren sind, sind Fußbodenheizungen inzwischen zu einer überzeugenden Alternative zur konventionellen Heizung geworden.
Geringe Aufbauhöhe
Die extrem flachen Heizmatten passen unter fast jeden Bodenbelag. Sogar unter Laminat oder Holzfußböden können solche Dünnbettheizmatten mit Elektroheizkabeln installiert werden. Diese gibt es mit super niedrigen Aufbauhöhen von nur drei Millimetern. Als Untergründe eignen sich nicht nur Estrich, sondern auch Holzdielen, Spanplattenkonstruktionen sowie auch bereits vorhandene Stein-, Keramik- oder Kunststoffbeläge. Weiterhin gibt es auch feuchtraumgeeignete Systeme. Denn gerade neben der Wanne, Dusche oder der Sauna ist ein fußwarmer Boden erwünscht.
Fußbodenheizung geeignet
Als Erkennungszeichen befinden sich auf Bodenbelägen, die für die Fußbodenheizung geeignet sind ein Symbol. Darauf sind im unteren Teil eine Heizschlange und in der oberen Hälfte drei nach oben zeigende Pfeile zu sehen. Vgl. Abbildung oben rechts.
Wärmedurchlasswiderstand
Wie gut das Material Wärme an den Raum abgeben kann, darüber gibt der so genannte Wärmedurchlasswiderstand Auskunft. Einen Wärmedurchlasswiderstand von 0,18 m2K/W sollte der Fußbodenaufbau nicht überschreiten. Der Wirkungsgrad verschlechtert sich je höher der Wert ist.
Keramikboden
Besonders ideal für eine elektrische Fußbodenheizung sind aufgrund ihrer kurzen Aufheizzeit Keramikfliesen sowie Natur- oder Betonstein. Sie sind außerdem sehr gut in der Lage die Wärme zu speichern und wieder abzugeben.
Holzfußboden
Unter einem Parkettboden kann man auch eine elektrische Fußbodenheizung legen. Dabei sollte man allerdings beachten, dass das Holz möglichst trocken ist. Empfohlen wird eine Holzfeuchte unter zehn Prozent. Die Holzart sollte nicht unruhig sein, wie das bei Buche und Ahorn der Fall ist, denn diese arbeiten zu drei mal schneller als andere Hölzer. Besser geeignet für eine Fußbodenheizung sind sowohl heimischen Hölzer wie Eiche, Kirsche und Nussbaum als auch exotische Holzarter, wie beispielsweise Bambus, Doussie oder Olivenholz.
Achtung bei guter Dämmwirkung
Laminat, Kork und Teppich haben in der Regel eine hohe Dämmwirkung. Trotzdem sind manche Sorten durchaus für die Fußbodenheizungen geeignet. Allerdings kann es aufgrund der Dämmwirkung sein, dass die Fußbodenheizung etwas länger braucht um den Raum aufzuheizen. Auf jeden Fall sollte man, um auf Nummer sicher zu gehen, stets die Herstellerangaben beachten.

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