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Europas ältester Palmfarn gedeiht im Botanischen Garten Darmstadt

Foto: TU Darmstadt

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In der Trockenabteilung des Gewächshauses im Botanischen Garten der Universität Darmstadt wächst Europas ältester Palmfarn. Diese Exemplar gehört zu der sehr seltenen Spezies namens ‘Dioon caputoi’. Diese Art stammt ursprünglich aus Mexiko. In freier Natur soll es nur noch etwa 300 Exemplare davon geben, schätzen Botaniker. Deutlich weniger Exemplare sollen in Gewächshäusern vorkommen. Dies liegt vor allem darin begründet, dass die Pflanze Trockenheit liebt.

Viele Jahre ging man davon aus, dass der Palmfarn im Botanischen Garten von Darmstadt zur Spezies der Dioon purpusii gehört, welche der Dioon caputoi zum Verwechseln ähnelt sieht. Stefan Schneckenburger, der Leiter des Botanischen Gartens der TU Darmstadt, entdeckte jedoch vor einigen Jahren trotzdem Unterschiede. Und zwar ist der Aufbau der Blütenstaub tragenden Zapfen der männlichen Darmstädter Pflanze anders als der Aufbau der Zapfen von Dioon purpusii. Durch die Entdeckung weiterer Unterschiede sowie einem intensiven Literaturstudium gelang die Zuordnung zur richtigen Art. Schneckenberger nimmt an, dass die Pflanze 1908 als Jungpflanze oder als Samen nach Darmstadt gekommen ist.

Zwar gehört das “lebende Fossil”, wie Schneckenburger die Pflanze bezeichnet, zur Gruppe der “Palmfarne”, doch mit diesem Namen kann man eigentlich nicht viel anfangen. Denn diese Bezeichnung passt eigentlich nur zum äußeren Erscheinungsbild. Palmfarne gehören nämlich weder zu den Palmen noch zu den Farnen. Sie stehen eher Nadelbäumen und dem Ginkgo-Baum nahe. Da sie in ihrem Gewebe kaum Wasser speichern können zählen Dioon caputoi auch nicht zu den Sukkulenten. In trockenen Regionen halten sie es deshalb so gut aus, weil auf ihren Blätter eine besondere Schicht ist, welche eine Verdunstung verringert.

Weitere Informationen zu Öffnungszeiten und Führungen des Botanischen Garten der TU Darmstadt gibt es auf dessen Homepage unter
www.bio.tu-darmstadt.de/botanischergarten/index.de.jsp

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