Haus

Feuerzeugtest gibt Auskünfte zur Fensterqualität

Foto: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Foto: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Immobilieneigentümer oder alle die es noch werden wollen können mit Hilfe des Feuerzeugtest prüfen, wie viel Scheiben ein Fenster hat. Ebenfalls Aufschluss gibt dieser Test auch darüber, ob die Zwischenräume mit Edelgasen befüllt sind. Eine solche Gasfüllung isoliert nämlich noch zusätzlich.

Am besten hält man am Abend das Feuerzeug vor die Scheibe. Bei der Wohnungbesichtigung sollte man dem Makler vorher erklären was man vorhat und tagsüber einfach die Rollläden schließen.

Für den Test muss man die tanzende Flamme oder besser gesagt deren Reflexion im Glas beobachten. Erkennt man zwei Doppel-Flammen, als insgesamt vier Spiegelungen, dann ist das entsprechende Fenster zweifach verglast. Wenn sich die Flamme statt in Orange in der Farbe Rot widerspiegelt, dann deutet dies auf eine zusätzliche Isolierung hin. In modernen wärmeschutzverglasten Fenstern befindet sich zwischen den Scheiben nämlich kein Vakuum mehr, sondern diese sind mit Edelgas wie zum Beispiel Argon gefüllt. Die Experten der DBU-Kampagne “Haus sanieren – profitieren” weisen darauf hin, dass “Thermopanescheiben” inzwischen nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen. Durchschnittlich isolieren moderne Wärmeschutzverglasungen drei Mal besser.

In den Glasabstandshaltern, also dem schmalen Metallband zwischen den Scheiben, moderner Fenster sind Informationen eingestanzt. Dort findet man Angaben dazu wann die Fenster hergestellt wurden, um welche Fenster es sich handelt sowie den so genannte “U-Wert“. Dieser gibt den Wärmedurchgang an. Je niedriger die Zahl ist, umso höher ist der Dämmwert oder anders herum umso niedriger ist Wärmedurchgang. Aktuell gelten Scheiben mit einem U-Wert von 0,5 als gut. Im Vergleich dazu liegt der Wert bei alten Einfachverglasungen fast bei sechs.

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